Bundesliga

TSG Hoffenheim: Hoeneß drängt auf die Wende in Mainz

Dank Rückenwind und Rückkehrern

Hoeneß drängt auf die Wende in Mainz

Für ihn fühlt es sich gerade ein bisschen nach zweiter Saisonstart an: Sebastian Hoeneß.

Für ihn fühlt es sich gerade ein bisschen nach zweiter Saisonstart an: Sebastian Hoeneß. imago images

Der 2:0-Sieg am Donnerstag in Liberec und die vorzeitige und erstmalige Qualifikation für die K.-o.-Runde "hilft uns in vielerlei Hinsicht", freut sich Trainer Sebastian Hoeneß, der mit seiner auf internationalem Parkett erfolgreichen Truppe national den eigenen Erwartungen noch hinterherhinkt. "Es war auch ein wichtiger Schritt, auch wenn es kein Leckerbissen war. Es hilft in den nächsten Wochen hinsichtlich der Belastungssteuerung, und es ist immer schön, mit einem Erfolgserlebnis in ein solches Spiel zu gehen." Denn am Sonntag zählt es. In Mainz soll auch in der Bundesliga nach nur zwei mickrigen Punkten aus den letzten sechs Spielen die Wende und endlich wieder ein Sieg her. "Jetzt wollen wir am Sonntag endlich wieder mehr als einen Punkt holen", sagt Hoeneß, der mit dem Rückenwind aus Europa und auch Rückkehrern aus dem Lazarett gute Voraussetzungen erkennt.

"An der Aufstellung in Liberec hat man gemerkt, dass wir zweigleisig geplant haben", so der 38-Jährige, der Akteuren wie Kevin Akpoguma, Stefan Posch, aber auch die nur mit Teileinsätzen belasteten Sebastian Rudy, Ihlas Bebou, Dennis Geiger, Robert Skov, Diadie Samassekou oder Andrej Kramaric einerseits wichtige Kräfte schonte, zugleich aber Wettkampfpraxis ermöglichte. "Unsere Personalsituation entspannt sich langsam, auch wenn man gesehen hat, dass so eine Coronapause kleine Nachwirkungen hat, Sebastian Rudy oder Robert Skov haben etwas gebraucht, um reinzukommen."

Vor allem bei Torjäger Andrej Kramaric wurde eine gute Balance gefunden. "Für die lange Pause hat er recht schnell wieder Fuß gefasst. Trotzdem sehe ich auch, dass er natürlich noch nicht da ist, wo er vorher war. Er hat eine sehr gute körperliche Grundkonstitution, ein sehr fitter Spieler, der auch mehr macht als normal, deswegen fällt es ihm nicht schwer, relativ schnell wieder auf Bundesliganiveau Akzente zu setzen. Das wird sich jetzt hoffentlich steigern." Klingt wie eine Drohung für Mainz, nachdem auch der noch nicht wieder komplett fitte Kramaric in zwei Spielen zweimal traf.

"Ich würde es keinen zweiten Saisonstart nennen, aber..."

Zudem könnten durchaus auch die in Liberec nicht berücksichtigten Kevin Vogt, Munas Dabbur oder Ishak Belfodil wieder Alternativen sein. Oder gar mehr. "Ich würde es keinen zweiten Saisonstart nennen, aber ich hoffe, dass es sich ein bisschen so anfühlt", genießt Hoeneß einen wieder angemessen gefüllten Trainingsplatz. Wenn auch der enge Spielplan nicht zulässt, "dass wir mit dem stetig gefüllten Personal regelmäßig trainieren können, hilft es, in den Spielen reagieren zu können, auch mal nachzulegen und die Belastung zu steuern", so Hoeneß, "es ist auf jeden Fall ein Gefühl, dass wir in dieser Form noch nicht hatten in dieser Saison." In der es nun auch in der Liga wieder in die richtige Richtung gehen soll und muss.

Michael Pfeifer

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