Bundesliga

Hoeneß: "Barcelona kann sich ein weiteres Angebot sparen"

Ehrenpräsident lobt Sadio Mané

Hoeneß: "Barcelona kann sich ein weiteres Angebot sparen"

Er weiß nichts von einem neuen Barça-Angebot: Uli Hoeneß.

Er weiß nichts von einem neuen Barça-Angebot: Uli Hoeneß. picture alliance/dpa

Lewandowski möchte seine Zelte in München abbrechen und zum FC Barcelona wechseln - doch der Pole hat noch ein Jahr Vertrag beim FC Bayern, benötigt daher das Einverständnis seines Arbeitgebers, der seinen besten Stürmer aber keineswegs für ein Appel und ein Ei ziehen lassen würde.

Inzwischen ist auch klar, dass das "Basta" von Vorstandsboss Oliver Kahn intern längst aufgeweicht ist. Der FCB zeigt sich verhandlungsbereit, muss aber auch drei Fragen klären: Will Lewandowski wirklich weg? Gibt es adäquaten Ersatz? Und wie hoch wäre eine Ablöse? Die erste Antwort kennen die Münchner, sie lautet ja, bei der zweiten deutetet alles darauf hin, dass man im Falle eines Abgangs einen Ersatz holen möchte - nach kicker-Informationen hat man diesen bislang noch nicht.

Hoeneß weiß von keinem neuen Angebot

Und die Frage nach Ablöse? In die scheint Bewegung zu kommen. Der Rekordmeister lehnte ein erstes Angebot der Katalanen über 30 Millionen als unzureichend ab - nun sollen die Iberer aber unbestätigten Medienberichten zufolge ihr Angebot um weitere zehn Millionen aufgestockt haben.

"Ich weiß nichts von einem neuen Angebot. Aber so, wie der Stand in München ist, was ich in mehreren Gesprächen gehört habe, kann sich Barcelona ein weiteres Angebot sparen", sagte Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß am Rande des Zukunftskongresses "Neuland" am Mittwoch in Aachen, wies aber auch darauf hin, dass "ich das nicht zu entscheiden habe, aber die Aussagen des FC Bayern waren eindeutig. Sie besagen, dass Robert den Vertrag in München erfüllen soll."

Zum Verhalten des 33-jährigen Weltfußballers, der seinen Wechsel mit Nachdruck forciert, wollte sich Hoeneß mit Verweis auf den Betriebsfrieden nicht äußern. "Damit würde ich Öl ins Feuer gießen. Der FC Bayern hat sich in dieser Hinsicht nicht geäußert, und das mache ich auch nicht."

Es gibt keinen beim FC Bayern, der diesen Transfer nicht gut findet.

Uli Hoeneß über Sadio Mané

Gegen Barça konnte sich der 70-Jährige einen Seitenhieb dann aber nicht verkneifen. Mit Blick auf die prekäre finanzielle Lage der Katalanen bezeichnete er diese als "Finanzkünstler, die trotz hoher Schuldenlast offenbar immer noch eine Bank finden, die ihnen Geld gibt, um sowas darzustellen".

Abgesehen von Lewandowski sprach Hoeneß auch über Neuzugang Sadio Mané und lobte diesen über den grünen Klee. "Er ist ein Spieler, der uns allen immer gefallen hat. Als sich herauskristallisiert hat, dass da was zu machen ist, waren wir alle begeistert. Es gibt keinen beim FC Bayern, der diesen Transfer nicht gut findet."

drm