Bundesliga

Höger wieder fit, ihm winkt der Starteinsatz gegen die Bayern

Köln: Andersson erneut in München zur Behandlung seines Knies

Höger wieder fit, ihm winkt der Starteinsatz gegen die Bayern

Wild entschlossen, die Bayern zu stoppen - wenn er darf: Kölns Mittelfeldspieler Marco Höger.

Wild entschlossen, die Bayern zu stoppen - wenn er darf: Kölns Mittelfeldspieler Marco Höger. imago images

Ohne Sebastian Andersson stieg der 1. FC Köln am Montag in die Trainingswoche ein. Der Schwede lässt seine Knieprobleme erneut in München bei Bio-Statiker Ralph Frank behandeln, ungewiss, wie es mit ihm weitergeht vor der Partie gegen den FC Bayern am kommenden Samstag.

Weil auch Anthony Modeste mit muskulären Problemen nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte, muss Markus Gisdol die Einheiten ohne die beiden Top-Stürmer gestalten.#

Bänderzerrung am Knie ausgeheilt

Nun muss man kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die Offensive gegen den Rekordmeister ohnehin eine eher untergeordnete Rolle spielen wird. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Organisation der Defensive, da hilft dem Trainerteam die Nachricht von der Genesung Marco Högers durchaus weiter. Der Routinier hatte sich vor zehn Tagen bei einem Pressschlag im Training eine Bänderzerrung am Knie zugezogen, die nun ausgeheilt ist.

Höger könnte der Kandidat sein, den Gisdol sich aussucht, um das zentrale Mittelfeld ein wenig widerstandsfähiger zu machen. Hier patzten zuletzt Ellyes Skhiri und Elvis Rexhbecaj in unschöner Regelmäßigkeit, diese Position schreit förmlich nach einer ordnenden Hand und Erfahrung, von der Höger eine Menge mitbringt. Szenen wie vor dem 1:0 für den VfB Stuttgart am Samstag haben weniger mit fehlender fußballerischer Qualität zu tun oder gar mit mangelnder Laufbereitschaft, die beim FC der Vergangenheit angehört. Vielmehr jedoch mit der Organisation, den Abständen und der Wahl des richtigen Zeitpunkts zur Attacke. In der Folge ging es um Zweikampfverhalten, Zuordnung, Lücken schließen - und jedes Mal war der Kölner gegen den Stuttgarter Gegenspieler zweiter Sieger.

Kein Wunder, dass Kapitän Jonas Hector (Nackenprobleme) schmerzlich vermisst wird: "Natürlich sieht man auf der Position von Jonas Hector, dass wir im Zweikampfverhalten aktuell nicht gut genug sind, nicht entschlossen genug, nicht hart und konsequent genug. Das tut dir im Spiel weh. Das müssen wir besser machen", fordert Trainer Markus Gisdol nachvollziehbar. Wenn nicht Hector, dann eben Höger, der den Kapitän noch am ehesten in den Bereichen Zweikampf und Organisation ersetzen kann.

Natürlich sieht man auf der Position von Jonas Hector, dass wir im Zweikampfverhalten aktuell nicht gut genug sind.

Markus Gisdol

Keine Auswirkungen auf seinen Job wird das Spiel gegen die Bayern für Markus Gisdol haben. Dafür gibt es einige Gründe neben dem offensichtlichen, dass nur wenige Trainer auch in dieser Saison Siege gegen die Bayern feiern werden. Vielmehr hat man erkannt, dass die Moral der Mannschaft stimmt, bei allen Schwächen, die auf der Hand liegen. Ebenso das Verhältnis des Trainers zu seinen Profis. Nach dem Bayern-Spiel geht es nach Bremen, anschließend kommt Union Berlin. Diese beiden Partien sollte der FC allerdings gewinnen, damit Gisdol klubintern nicht in die Schusslinie gerät.

Frank Lußem

Bilder zur Partie VfB Stuttgart - 1. FC Köln