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Historischer Girmay muss nach Siegerehrung ins Krankenhaus

Unfall mit Champagnerflasche

Historischer Girmay muss nach Siegerehrung ins Krankenhaus

Da war es bereits passiert: Der Korken traf Biniam Girmay ins linke Auge.

Da war es bereits passiert: Der Korken traf Biniam Girmay ins linke Auge. picture alliance / ZUMAPRESS.com

"Es ist unglaublich“, freute sich der Eritreer im Ziel noch über den ersten Tagessieg eines Afrikaners bei einer der drei großen Landesrundfahrten, dann ging es zur Siegerehrung. Eigentlich hatte der 22-Jährige ja Erfahrung auf dem Podium, schließlich gewann er jüngst ja auch noch Gent-Welvegem, doch dann passierte ein kleines Unglück.

Beim Öffnen einer Magnum-Champagnerflasche knallte Girmay der Korken aus kurzer Distanz ins linke Auge. Die Siegehrung zog er zwar noch durch, doch danach musste er sich untersuchen lassen. "Cycling News" berichtete, dass er zunächst länger vom Teamarzt untersucht wurde, ehe entschieden wurde, ihn ins Krankenhaus zu bringen.

Nur acht afrikanische Fahrer unter 550 Profis der WorldTour

Girmay hatte bereits Ende März als erster Afrikaner das Klassikerrennen Gent-Wevelgem gewonnen und so auf das gewaltige Potenzial Afrikas aufmerksam gemacht. Unter den rund 550 Profis in den 18 WorldTour-Teams finden sich zwar gerade einmal acht Afrikaner, vier davon weiße Südafrikaner, zudem drei Eritreer und ein Äthiopier. Dennoch ist der Trend unverkennbar.

In den kommenden Jahren wollen Girmay und Co. der mehrheitlich europäisch-südamerikanischen Konkurrenz auf Augenhöhe begegnen. Die Bedingungen speziell in Eritrea, wo die Liebe zum "ciclismo" der traurigen Zeit italienischer Kolonialherrschaft entstammt, ähneln jenen in Kolumbien, dem größten "Exporteur" von Toptalenten.

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