2. Bundesliga

Heyer: Sonderlob nach dem Kaltstart

Der Ex-Osnabrücker überzeugt 24 Stunden nach seiner Verpflichtung

Heyer: Sonderlob nach dem Kaltstart

Moritz Heyer

Überzeugte beim Debüt auf ganzer Linie: HSV-Verteidiger Moritz Heyer. getty images

Erst um 18 Uhr am Vorabend der Partie gegen den Bundesligaabsteiger hatten die Hanseaten den Defensiv-Allrounder vom VfL Osnabrück unter Vertrag genommen - offenbar Zeit genug für den 25-Jährigen, um sich nahtlos einzufügen. "Für Moritz", sagt sein neuer und alter Trainer Daniel Thioune, "war es die größte Herausforderung, nach 24 Stunden mit neuen Mitspielern und in neuen Räumen direkt zu beginnen."

"Moritz hatte nichts zu verlieren"

Er tat dies als Innenverteidiger neben Youngster Stephan Ambrosius mit großer Abgeklärtheit und immenser Zweikampfstärke. "Er weiß wie sein Trainer tickt und dass ich ihm vertraue", sagt Thioune, "Moritz hatte deshalb nichts zu verlieren." Und gewann auf Anhieb viel: die ersten drei Punkte der Saison und den Respekt im neuen Umfeld. Thioune: "Die anderen Jungs haben jetzt direkt gesehen, dass er uns helfen kann." Und genau darum geht es. Toni Leistner ist auch in den kommenden beiden Spielen definitiv gesperrt, Heyer ließ im Verbund mit Ambrosius kaum etwas zu, erst in der Schlussphase kam die Fortuna zu zwei Gelegenheiten und einem Treffer.

Die erstaunliche Stabilität nur wenige Tage nach dem vogelwilden Auftritt in Dresden - auch ein Verdienst der neuen Ordnung im Mittelfeld: Mit Klaus Gjasula und Amadou Onana hatte der Coach zwei Sechser aufgeboten und Aaron Hunt erwartungsgemäß draußen gelassen. Eine sportliche und ausdrücklich keine politische Entscheidung des 46-Jährigen. "Es ging nicht darum, eine Mischung aus jung und alt auf den Platz zu bringen, sondern darum, die bestmögliche Formation zu finden, um das Spiel zu gewinnen." Ein Plan, der aufging. Weil vorn Terodde traf und hinten die Ordnung bei Heyers Kaltstart stimmte.

Sebastian Wolff