Bundesliga

Offiziell: Hertha BSC macht Pal Dardai erneut zum Cheftrainer

Labbadia-Nachfolger gefunden

Hertha BSC macht Dardai erneut zum Cheftrainer - bis 2022

Hat bei den Hertha-Profis wieder das Sagen: Pal Dardai.

Hat bei den Hertha-Profis wieder das Sagen: Pal Dardai. picture alliance

Fünfzehnter, Siebter, Sechster, Zehnter und Elfter wurde Hertha BSC zwischen 2015 und 2019 unter Pal Dardai - und erst einmal wäre den Berlinern wohl jede dieser Platzierungen recht. Am Montag holten sie den inzwischen 44-jährigen Ungarn als Cheftrainer zurück, um den Abstiegskampf zu überstehen.

Die Vereinbarung mit Dardai, der zuletzt Herthas U-16-Trainer war, läuft bis Sommer 2022. Er folgt auf Bruno Labbadia, der am Sonntag nach zuletzt nur einem Punkt aus vier Spielen gemeinsam mit Manager Michael Preetz entlassen worden war.

Dardai: "Das war sicher nicht mein Plan"

"Das war sicher nicht mein Plan, dass ich nun wieder von der U 16 auf die Trainerposition bei den Profis wechseln werde", so Dardai am Montag. "Ich brauche aber auch niemandem zu erklären, was Hertha BSC für mich bedeutet, daher war es gar keine Frage für mich, dass ich in dieser Situation aushelfe. Ich freue mich auf diese Aufgabe und die Zusammenarbeit mit der Mannschaft."

Wie vom kicker am Sonntag angekündigt, bringt Dardai neben seinem langjährigen Co-Trainer Admir Hamzagic (35) auch Andreas "Zecke" Neuendorf (45) als Assistenten mit, der seit 2019 Herthas U 23 betreut und zuletzt im Rahmen seiner Fußballlehrer-Ausbildung bereits regelmäßig bei Herthas Profi hospitierte.

Schmidt: Dardai "kennt als eingefleischter Herthaner hier jeden"

"Ich freue mich sehr, dass wir mit Pal Dardai den Trainer für uns gewinnen konnten, der bereits nachgewiesen hat, dass er eine Mannschaft in einer für Hertha BSC herausfordernden Situation führen und stabilisieren kann, als eingefleischter Herthaner hier jeden kennt und keine Eingewöhnungszeit braucht", wird Carsten Schmidt, Herthas CEO seit 1. Dezember, in der Klubmitteilung zitiert. "Pal lebt Hertha BSC, und wir sind absolut überzeugt davon, dass er mit seiner klaren Art der Mannschaft den nötigen neuen Impuls geben wird."

Dardai, mit 286 Bundesliga-Einsätzen Herthas Rekordspieler, hatte die Profis erstmals im Februar 2015 übernommen und von Platz 17 zum Klassenerhalt geführt. Anschließend gelang Hertha unter ihm die stabilste Phase der vergangenen Dekade. In 151 Bundesliga-Partien betrug Dardais Punkteschnitt 1,34 (54 Siege, 40 Remis, 57 Niederlagen).

Damit hat sich Hertha BSC im sportlichen Bereich ganz neu aufgestellt. Für Preetz wird zunächst bis zum Saisonende Sportdirektor Arne Friedrich die Kaderplanung übernehmen. Der 41-Jährige lief einst gemeinsam mit Dardai und Neuendorf für Hertha auf.

jpe

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