Bundesliga

Hertha BSC bestätigt: Pal Dardai hört im Sommer in Berlin als Cheftrainer auf

Nach dann viereinhalb Jahren als Cheftrainer

Hertha bestätigt: Dardai hört im Sommer auf

Nach viereinhalb Jahren ab Sommer nicht mehr Hertha-Cheftrainer: Pal Dardai.

Nach viereinhalb Jahren ab Sommer nicht mehr Hertha-Cheftrainer: Pal Dardai. imago

Man habe sich einvernehmlich auf die Trennung verständigt, hieß es am Vormittag in einer Hertha-Mitteilung. Nach einer eingehenden Analyse sei man gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Veränderung auf der Trainerposition für den Verein im Sommer die richtige Entscheidung sei. Nach kicker-Informationen hatten die Berliner schon vor dem 0:2 bei der TSG Hoffenheim, der fünften Bundesliga-Niederlage in Folge, mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen .

Preetz: Neuer Impuls im Sommer

"Pal Dardai hat sich nicht nur als Rekordspieler (286 Bundesliga-Einsätze, d.Red.), sondern nun auch in den vergangenen viereinhalb Jahren als Cheftrainer der Lizenzspielermannschaft große Verdienste um Hertha BSC erworben. Viereinhalb Jahre sehr guter und konstruktiver Zusammenarbeit sind eine sehr lange Zeit im Profigeschäft", erklärte Geschäftsführer Michael Preetz: "Nun sind wir jedoch gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass ein neuer Impuls im Sommer der richtige Schritt für Hertha BSC ist. Pal ist ein wichtiger Bestandteil der positiven Entwicklung unseres Klubs und wird auch über seine Zeit als Cheftrainer der Profis hinaus ein großer Faktor der Hertha-Familie bleiben."

Im Sommer 2020 steigt Dardai als Nachwuchstrainer wieder ein

Bei den fünf noch ausstehenden Saison-Spielen wird Dardai mit seinem Trainerteam noch auf der Bank sitzen. Das generelle Vertragsverhältnis zwischen Dardai und Hertha bleibt darüber hinaus aber bestehen. Im Sommer 2020 wird der Ungar demnach als Nachwuchstrainer wieder einsteigen. Dardai war seit 5. Februar 2015 Herthas Chefcoach. Von den aktuellen Trainern der Bundesliga ist einzig Freiburgs Christian Streich länger bei seinem Klub im Amt (seit 29. Dezember 2011).

Nach verheißungsvollen Auftritten zu Saisonbeginn war die Formkurve der Berliner schon in der zweiten Hälfte der Hinrunde gesunken. Nach einem eklatanten Leistungseinbruch in der Rückrunde (nur elf Punkte!) ist längst Ernüchterung eingekehrt. Das Vertrauen der Bosse, mit Dardai als Coach den angepeilten nächsten Entwicklungsschritt zu schaffen, war durch den freien Fall der vergangenen Wochen und auch die Art und Weise der Darbietungen nachhaltig erschüttert worden.

Manchmal ist es so, dass die Zeit für eine Veränderung gekommen ist. Ich habe immer betont, dass es mir um das Beste für Hertha BSC geht, denn Hertha ist und bleibt mein Zuhause.

Pal Dardai

"Das waren sehr intensive und ereignisreiche Jahre für mich als Cheftrainer bei Hertha BSC. Ich bin dankbar für diese Chance, die ich hier bekommen habe, und sehr stolz darauf, was wir in dieser Zeit gemeinsam erreicht haben", wird Dardai zitiert: "Aber manchmal ist es so, dass die Zeit für eine Veränderung gekommen ist. Ich habe immer betont, dass es mir um das Beste für Hertha BSC geht, denn Hertha ist und bleibt mein Zuhause."

Damit gehen mindestens sechs Bundesligaklubs mit einem neuen Trainer in die kommende Saison: Leipzig (Julian Nagelsmann), Hoffenheim (Alfred Schreuder) und Gladbach (Marco Rose) haben bereits ihre neuen Trainer bekanntgegeben, neben Hertha BSC sind Wolfsburg und Schalke noch auf der Suche.

ski

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