Bundesliga

FC Augsburgs Trainer Herrlich reagiert auf Hofmanns Kritik

Augsburg: Kapitän Gouweleeuw in Frankfurt fraglich

Herrlich reagiert auf Hofmanns Kritik: "Sicherlich berechtigt"

Augsburgs Trainer Heiko Herrlich stellt sich der Kritik.

Augsburgs Trainer Heiko Herrlich stellt sich der Kritik. imago images

"Spielerisch ist das einfach zu wenig", hatte Manager Stefan Reuter nach dem 0:0 gegen Bielefeld kritisiert. FCA-Boss Klaus Hofmann sprach am ARD-Mikrofon von "einer weiteren Episode unansehnlicher Leistungen in dieser Saison". Deutliche Aussagen, die man durchaus als warnende Hinweise an Herrlich verstehen kann.

Herrlich: "Wir nehmen die Kritik an und arbeiten weiter"

Am Montag reagierte der Trainer auf die Worte des Präsidenten. "Das hat er mir so nicht gesagt", berichtete Herrlich, aber: "Die Kritik steht ihm zu, sie ist sicherlich berechtigt. Er hat das Recht, sich so zu äußern." Er selbst sei "auch nicht zufrieden und auch nicht einverstanden" mit den jüngsten Leistungen, räumte der 49-Jährige ein: "Wir nehmen die Kritik an und arbeiten weiter. Im Training klappt es phasenweise sehr gut."

Eine spielerische Entwicklung unter Herrlich ist kaum erkennbar

In den Spielen ist davon allerdings wenig zu sehen. Gegen Schlusslicht Schalke und Aufsteiger Bielefeld blieb Augsburg ohne eigenes Tor, präsentierte sich bei eigenem Ballbesitz fehlerhaft und in der Offensive harmlos. Eine spielerische Entwicklung unter Herrlich ist kaum erkennbar. Trotz Platz 11 und 33 Punkten kann der FCA deshalb nicht zufrieden sein.

Vielleicht hilft es den Augsburgern, dass sie am Dienstag (20.30 Uhr) in Frankfurt wieder mal als Außenseiter antreten dürfen. Fehlen werden dabei die gelbgesperrten Rani Khedira und Daniel Caligiuri. Fraglich ist zudem der Einsatz von Kapitän Jeffrey Gouweleeuw, der gegen Bielefeld mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ausgewechselt wurde. "Es ist nicht so schlimm, er hat die Freigabe vom Doc. Aber ihm geht es noch nicht zu hundert Prozent gut", meinte Herrlich am Montag. Gouweleeuw fährt mit nach Frankfurt, über einen Einsatz wird kurzfristig entschieden.

Vier Spieler sind gelb-vorbelastet

Angesichts des engen Zeitplans in der englischen Woche und des wichtigen Heimspiels gegen Konkurrent Köln am Freitag sind weitere Wechsel wahrscheinlich. So könnte Linksverteidiger Iago, der gegen Bielefeld erstmals nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder in der Startelf stand, eine Pause benötigen. Zudem muss Herrlich drohende Gelbsperren im Kopf haben: Neben Gouweleeuw (neun Gelbe Karten) sind Felix Uduokhai, Raphael Framberger und Tobias Strobl (jeweils vier) vorbelastet. "Das berücksichtigen wir in den Planungen", sagte der Coach.

David Bernreuther

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