Bundesliga

"Hernandez ist der beste Innenverteidiger der Bundesliga"

Rummenigges kleine Spitze gegen Hummels

"Hernandez ist der beste Innenverteidiger der Bundesliga"

Die Vorstellung ist geschafft: Lucas Hernandez und Karl-Heinz Rummenigge.

Die Vorstellung ist geschafft: Lucas Hernandez und Karl-Heinz Rummenigge. imago images

Mit einem strahlend weißen Grinsen und dem bayerischen "Servus" stellte sich Lucas Hernandez, der 80 Millionen Euro teure Neuzugang, in der Münchner Allianz Arena vor. "Ich freue mich, hier zu sein", sagte 23-Jährige: "Pack ma's!" Und damit ging's los an diesem Montag, den 8. Juli, um 14.01 Uhr.

Es war der Startschuss in die Saison 2019/20, die um 17 Uhr mit der ersten Trainingseinheit auch sportlich beginnt. "Dann", so erklärte der Franzose, "werden die Gespräche mit dem Trainer anfangen." Bislang habe er sich noch nicht mit Niko Kovac unterhalten können. Allerdings sei schon klar, dass der Chef-Coach mit ihm als fixen Bestandteil in der Innenverteidigung plane.

Das bestätigte zumindest Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende, als er über das Abwehrzentrum referierte und den Abgang von Mats Hummels schilderte. Der Hauptgrund für dessen Wechsel nach Dortmund sei der zu große Konkurrenzkampf gewesen, der Hummels durch die Neuzugänge Hernandez und Benjamin Pavard keinen Stammplatz - Gleiches gilt für Jerome Boateng, der sich laut Rummenigge "positionieren müsse" - mehr garantiert hatte.

Der beste deutsche Innenverteidiger spielt bei Bayern München - und im Übrigen auch in der Nationalmannschaft.

Karl-Heinz Rummenigge

Ob dieser Wegfall die Bayern schmerzt? Eher nicht, wie Rummenigge verriet. Denn: "Ich habe gelesen, dass der beste deutsche Innenverteidiger jetzt nicht mehr beim FC Bayern spielen würde. Aber ich bin der Meinung", betont der Vorstandsboss: "Der beste deutsche Innenverteidiger spielt bei Bayern München - und im Übrigen auch in der Nationalmannschaft." Gemeint ist Süle. Und "der aus meiner Sicht beste Innenverteidiger der Bundesliga sitzt neben mir". Also Neuankömmling Hernandez.

Der Weltmeister von 2018 soll die Defensive stabilisieren, klar. Er selbst aber möchte vor allem eines: Beweisen, dass er das viele Geld, das die Münchner an Atletico Madrid überwiesen haben, wert ist. "Bayern hat große Anstrengungen unternommen, diese 80 Millionen Euro zu zahlen. Ich muss zeigen, dass sie gut investiert sind und dass ich es verdiene, die Farben dieses Vereins zu tragen und zu verteidigen."

Wann genau er damit starten kann, steht noch nicht fest. Weil Hernandez - nach seiner Knie-Operation am Innenband - weiter auf "das grüne Licht aus der medizinischen Abteilung" wartet. Seine Hoffnung: der erste Spieltag. Bis dahin bleiben ihm und dem FC Bayern noch knapp sechs Wochen.

Georg Holzner

Bayern-Boss Rummenigge in Redelaune bei Hernandez-PK

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