Basketball

Basketball-EM: Herberts Fokus auf Montenegro

Deutschlands Basketballer vor dem Achtelfinale

Herberts Fokus auf Montenegro: "Kümmere dich um das Heute"

Gordon Herbert hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft im vergangenen Jahr übernommen.

Gordon Herbert hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft im vergangenen Jahr übernommen. IMAGO/camera4+

Die Gruppenphase in Köln war für die DBB-Auswahl ein voller Erfolg. Wichtige Siege gegen Frankreich, Bosnien und Litauen, ein deutlicher Erfolg über Ungarn und das alles gefeiert von einem euphorischen Publikum. Doch was in der Domstadt war, liegt spätestens seit dem Umzug zur Finalrunde nach Berlin hinter den Gastgebern. Der Fokus richtet sich nur auf das, was in der Hauptstadt wartet.

Die Vorfreude ist aber groß - nicht zuletzt bei den Berlinern im deutschen Kader. "Ich habe die letzten Jahre in Berlin verbracht, es ist im Prinzip meine zweite Heimat. Ich freue mich sehr, jetzt das Deutschlandtrikot dort anzuhaben", sagte Johannes Thiemann, der beim deutschen Meister Alba Berlin unter Vertrag steht, in dessen Halle - der Mercedez-Benz-Arena - bis Sonntag in einer Woche alle Partien der K.-o-Phase stattfinden. 

Die werden es in sich haben. "Auf die guten Spiele", antwortete Franz Wagner, gebürtiger Berliner und inzwischen in der NBA bei Orlando Magic unter Vertrag, auf die Frage, auf was er sich am meisten freut. Für den 21-Jährigen ist es ohnehin, wie er mehrmals schon betonte hatte, etwas Besonderes, "mal wieder zu Hause zu spielen. Das passiert ja nicht so oft."

Gefordert ist das deutsche Team am Samstagabend (18 Uhr) von Montenegro, das sich als Dritter der Gruppe B für das Achtelfinale qualifiziert hat. Auf dem Papier geht das Team von Bundestrainer Gordon Herbert als Favorit in die Begegnung - würde dann aber im Viertelfinale womöglich auf einen der Top-Favoriten treffen: Griechenland mit Superstar Giannis Antetokounmpo. 

BB

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Dem möglichen Aufeinandertreffen hätte das Team aus dem Weg gehen können, wäre es als Gruppenerster weitergezogen. Die Niederlage gegen Slowenien verhinderte das jedoch. "Da haben wir uns auch ein bisschen in den Arsch gebissen, weil das vielleicht auch sogar der einfachere Teil des Baums ist", sagte Niels Giffey - auch ein gebürtiger Berliner, der nun zurückkehrt.

Eine größere Rolle spielt das etwaige Viertelfinale im deutschen Lager aber nicht. "Es bringt nichts, in die nächste Woche zu schauen, wenn ich mich nicht auf heute und morgen fokussiere", sagt Giffey.

Wir werden nicht jünger.

Daniel Theis über die Ansprüche, eine Medaille zu gewinnen

"Wir denken daran nicht, wir reden darüber nicht. Wir bereiten uns zu hundert Prozent auf Montenegro vor und haben keine Ahnung, gegen wen wir danach spielen", sagt auch Herbert. "Wir nehmen ein Spiel nach dem anderen. Wenn man voraus schaut, vergisst man das Heute. Kümmere dich um das Heute und das Morgen erledigt sich von selbst."

Der 63-Jährige unterstrich nochmal die Ambitionen, eine Medaille bei der Heim-EM gewinnen zu wollen - was auch Daniel Theis, einer der Köpfe der "Goldenen Generation", bekräftigte: "Wir wollen irgendwann mal was erreichen mit der Nationalmannschaft. Unser Ziel jetzt ist es, eine Medaille zu gewinnen. Wir werden nicht jünger", sagte er. "Wir hatten die ganzen letzten Jahre auf dem Papier eine gute Mannschaft, großartige Spieler. Irgendwann wird es halt auch Zeit, das auf das Feld zu bringen."

pau, sid

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