Bundesliga

Leipzig nur 1:1: Henrichs' Parallelen - Raums Frage an Müller

RB-Trainer Tedesco bemängelt Chancenausbeute

Henrichs sieht Supercup-Parallelen - Raums Frage an Müller

Gegen Darko Churlinov (re.) und den VfB reichte es nur zum 1:1: Benjamin Henrichs.

Gegen Darko Churlinov (re.) und den VfB reichte es nur zum 1:1: Benjamin Henrichs. IMAGO/Hartenfelser

28:11 Torschüsse und 68 Prozent Ballbesitz - die Zahlen lassen keinen Zweifel daran, dass RB Leipzig in Stuttgart Vorteile hatte. Nur konnte der Vorjahresvierte aus diesen eben kein Kapital schlagen, auch ist es Fakt, dass die Sachsen nicht durchweg dominant waren. Für Benjamin Henrichs ein Kernpunkt, warum es nicht zu mehr gereicht hat - und das Remis sich am Ende "wie eine Niederlage" anfühlte.

"Bis zur ersten Trinkpause haben wir es gut gemacht, Stuttgart ist kaum hinten rausgekommen, hatte kaum Spielanteile. Nach der Trinkpause brechen wir ein bisschen ein", sagte Henrichs bei DAZN und sah Parallelen zu vorangegangenen Spielen wie dem 0:5 im Test gegen Liverpool oder dem Supercup (3:5). "Gegen Bayern war es ähnlich, da haben wir die erste Hälfte verschlafen."

Wie es zu dieser Oszillation kam, dafür hatte Henrichs keine Antwort parat, er weiß nur, wie man sie abstellen kann: "Wir müssen über 90 Minuten konsequent spielen."

Lesen Sie auch

Torgelegenheiten für drei Punkte hatte es dennoch reichlich gegeben. So stellte David Raum lapidar fest: "Wenn du auswärts in Stuttgart so viele Torchancen hast, dann musst du Dinger einfach machen. Wenn wir anfangen, die Kiste zu treffen, dann gewinnen wir solche Spiele auch."

Ähnlich sah es Trainer Domenico Tedesco, der nach dem 1:0 durch Christopher Nkunku den zweiten eigenen Treffer schmerzlich vermisste. "Wir müssen aus meiner Sicht das zweite Tor machen. Dann gehst du schlimmstenfalls mit einem 2:1 in die Halbzeit." 

Heute darf er ruhig mal genervt sein.

Florian Müller zu David Raum

So aber ging mit einem 1:1 in die Pause - und dabei sollte es auch nach 90 Minuten bleiben. Das hatte auch mit der tollen Vorstellung von VfB-Torhüter Florian Müller zu tun. "Wir haben die Tore nicht gemacht, das lag ein bisschen an uns, aber auch viel am gegnerischen Torhüter", so Tedesco.

Raum, der Müller aus gemeinsamen U-Nationalmannschaftszeiten kennt, verriet, dass er den Keeper nach Abpfiff direkt gefragt habe, "was das soll, warum er die alle rausholt". Müller habe ihm daraufhin frech lediglich einen Trikottausch angeboten. Vor dem Mikrofon erklärte Müller, dass Raum "heute ruhig mal genervt sein" dürfe. "Wir haben als Mannschaft alles gegeben - und da gehöre ich auch dazu. Ich bin froh, dass wir einen Punkt mitnehmen konnten."

drm

Freiburg stark wie Bayern, sieben Profis im Einserbereich: Die kicker-Elf des 1. Spieltags