2. Bundesliga

Rouwen Hennings nach Remis gegen Regensburg: "Sollten glücklich sein"

Stürmer feiert Torerfolg beim Comeback nach Verletzung

Hennings nach Remis gegen Regensburg: "Sollten glücklich sein"

War nach dem 2:2 gegen Regensburg durchaus glücklich: Rouwen Hennings.

War nach dem 2:2 gegen Regensburg durchaus glücklich: Rouwen Hennings. picture alliance

Nach schwachem Saisonstart mit nur einem Sieg bei zwei Niederlagen wollte die Fortuna, die unter der Woche noch den Wiederaufstieg als klares Saisonziel verkündet hatte, ein Zeichen setzen. Doch es kam anders: Schon beim Abschlusstraining verletzte sich Angreifer Dawid Kownacki, der am Montag untersucht werden soll. Deswegen musste Rouwen Hennings, der nach einem Schlag auf die Wade zuletzt ausgefallen war und eigentlich noch ein wenig geschont werden sollte, direkt von Beginn ran.

Bereits nach 24 Sekunden sah er dann dabei zu, wie seine Hintermannschaft sich düpieren ließ und Düsseldorf beim 2:2 gegen Regensburg früh durch einen Treffer von Andreas Albers zurücklag. Für Statistikliebhaber war der zweite Sieg in der noch jungen Saison für die Fortuna also schon nach einer Minute Geschichte. Denn immer, wenn Albers bislang für die Oberpfälzer traf, verlor das Team nicht. Dabei sollte es auch bleiben. Bis zehn Minuten vor Schluss hatte sogar alles nach einem souveränen Sieg für die Gäste ausgesehen, die nach einem Treffer von Sebastian Stolze mit 2:0 zur Pause geführt hatten und den Vorsprung lange hielten. Dann aber legte der bis dahin unscheinbare Düsseldorfer Angreifer Kenan Karaman einmal den Turbo an und sorgte für den Anschluss. Wenig später markierte ausgerechnet Hennings den Endstand.

Spielersteckbrief Hennings
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Zielsetzung des Vereins müsse in Relation gesehen werden

Nach dem Spiel resümierte Hennings bei "Sky": "Wir haben uns ein bisschen die Butter vom Brot nehmen lassen." Erst im zweiten Durchgang sei vermehrt Druck entfacht worden, der letztlich zum Punkt führte. Dass das gegen "sehr aggressive" Regensburger überhaupt noch geschah, war auch für Hennings kein Grund zum Klagen. "Wenn man recht spät zum Ausgleich kommt, sollte man schon glücklich mit dem Punkt sein", entgegnete der 33-Jährige auf Nachfrage am "Sky"-Mikrofon.

Angesprochen auf die Zielsetzung des Vereins war Hennings wiederum nicht ganz mit dem getätigten Satz des Klubs zufrieden. Zwar sei die Leistung für die eigenen Ansprüche aktuell "ein bisschen wenig", doch man müsse auch die vielen verletzten Spieler mit in die Rechnung nehmen. Bevor über die Zielsetzung geredet werden könne, müsse außerdem erst einmal Spielfluss beim neu formierten Kader entstehen.

Rösler: Mannschaft "nicht gewachsen" und "ohne Hierarchie" - zufrieden mit Startelf-Debütant Siebert

Sein Trainer Uwe Rösler sah das auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ähnlich. Er entgegnete deutlich: "Wir haben eine Mannschaft, die nicht gewachsen ist und keine Hierarchie hat." Dementsprechend befand auch er die Leistung seines ersatzgeschwächten Teams in Ordnung. Vor allem, da das 0:2 zur Pause das Spiel nicht wiedergegeben habe. Genau beim zweiten Gegentreffer hatte der junge Innenverteidiger und Startelf-Debütant Jamil Siebert nicht gut ausgesehen. Jedoch hielt sein Coach Rösler zufrieden fest: "Er hat sich nicht unterbuttern lassen, sondern seine Fehler gut verdaut". Wie Siebert sich im Verlauf der Partie gesteigert hatte, sei "unglaublich. Mein Herz lacht, wenn sich jemand innerhalb eines Spiels so entwickelt", so Rösler.

Etwas angesäuert war der Trainer letztlich sogar darüber, nicht gewonnen zu haben. Hinten raus sei das Spiel zwar "wild-west" geworden, aber: "Anstelle den Siegtreffer zu machen, schnaufen wir durch", haderte Rösler, der mit seinem Team nach einigen vergebenen Großchancen der Gäste nach dem Ausgleich letztlich doch glücklich über den Sieg sein könnte - wie Torschütze Hennings.

mje