3. Liga

Hengen über Antwerpen-Trennung: "Eine verdammt unpopuläre Entscheidung"

Kaiserslauterns Sport-Geschäftsführer bezieht Stellung

Hengen über Antwerpen-Trennung: "Eine verdammt unpopuläre Entscheidung"

Kaiserslauterns Sport-Geschäftsführer Thomas Hengen (li.) hat die Trennung von Marco Antwerpen begründet.

Kaiserslauterns Sport-Geschäftsführer Thomas Hengen (li.) hat die Trennung von Marco Antwerpen begründet. IMAGO/Eibner

48 turbulente Stunden lagen zwischen der Niederlage des 1. FC Kaiserslautern bei Viktoria Köln (0:2) und dem Trainerwechsel von Marco Antwerpen zu Dirk Schuster. Turbulent, weil die Roten Teufel nicht nur die Chance auf den direkten Aufstieg durch die dritte Niederlage in Folge verspielten, sondern weil sich relativ schnell Gerüchte und Spekulationen rund um die Zukunft Antwerpens verbreiteten, bis der FCK die offizielle Freistellung des nach Punkten erfolgreichsten Trainers (1,63) seit Franco Foda tatsächlich bekanntgab.

Relegation

"Es waren turbulente Tage und eine sehr schwierige Zeit", blickte Sport-Geschäftsführer Thomas Hengen am Mittwochabend auf die vergangenen Stunden bei der Vorstellung von Antwerpens Nachfolger Schuster zurück. "Das ist eine verdammt unpopuläre Entscheidung. Und ich habe mir das auch nicht einfach gemacht. Aber es geht nicht um Personen und Einzelschicksale, es geht um den Erfolg des Vereins."

Wir haben seit Wochen einen besorgniserregenden Trend festgestellt.

Thomas Hengen

Damit verteidigte der Ex-Profi den im Umfeld teilweise mit heftigen Reaktionen aufgefassten Trainerwechsel, zehn Tage vor der Relegation. Es habe sich dabei aber nicht um einen Schnellschuss gehandelt, wie Hengen betonte. Er begründete die Trennung vor allem mit der Entwicklung nach dem rasanten 3:1-Derbysieg gegen Saarbrücken: "Wir haben seit Wochen einen besorgniserregenden Trend festgestellt, bei den Laufdaten und Zweikampfwerten." Insgesamt sei "nicht zu erklären, dass innerhalb von drei Wochen so ein extremer Leistungsabfall passiert".

Als dann am Sonntag die unverhoffte Chance nach Braunschweigs Ausrutscher in Meppen (2:3) durch einen vor allem in der ersten Hälfte lethargischen Auftritt regelrecht weggeworfen wurde, begann die Entscheidung konkret zu reifen, sich von Antwerpen zu trennen. Er sei, so Hengen, nach dem Auftritt in Köln-Höhenberg regelrecht "erschrocken" gewesen von der Leistung der Mannschaft, der vor allem "die Basics gefehlt haben". Nach einer Analyse am Montag folgte laut Hengen dann am Dienstag die Kontaktaufnahme mit Schuster, Antwerpen und dessen Co-Trainer Frank Döpper habe er telefonisch informiert.

Trotz der Turbulenzen erhofft sich der 47-Jährige nun durch Schuster den notwendigen Impuls mit Blick auf die Relegation, die er ungeachtet des Saisonverlaufs als Erfolg verbucht: "Es kann doch nicht sein, dass die Hälfte der Liga gerne mit uns tauschen würde und wir freuen uns nicht."

pau

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