Bundesliga

Heldt zur Trainersuche: "Friedhelms Meinung ist mir sehr wichtig"

Kölns aktueller Chefcoach in die nahende Entscheidung eingebunden

Heldt zur Trainersuche: "Friedhelms Meinung ist mir sehr wichtig"

Pflegen einen engen Austausch: Friedhelm Funkel und Horst Heldt.

Pflegen einen engen Austausch: Friedhelm Funkel und Horst Heldt. imago images

Bei dieser ist der Klub nach Aussage von Horst Heldt offenbar weit vorangekommen. Dabei hat sich der Manager auch mit Funkel über dessen potenziellen Nachfolger besprochen. "Ich habe mich auch schon mit Friedhelm darüber ausgetauscht, weil mir seine Meinung sehr wichtig ist", erklärte Heldt am Freitag, der vergangen Woche bereits Gespräche mit Peter Stöger (noch Austria Wien) über eine Rückkehr geführt hat. Stöger zählt mit Steffen Baumgart (noch Paderborn) zu den heißesten Kandidaten.

Der unterschiedliche fußballerische Ansatz den Stöger und Baumgart verfolgen, ist ein zwingendes Argument dafür, die Entscheidung noch schneller zu fällen als dies ohnehin notwendig ist. Schließlich dürften beide Kandidaten sehr unterschiedliche Vorstellungen bezüglich des neuen Personals und damit bei den Transfers haben.

Heldt räumt dies ein. "Natürlich haben wir einen Zeitplan im Kopf und wir versuchen auch, ihn einzuhalten, weil es unser Wunsch ist, die neue Saison mit dem dann feststehenden Cheftrainer zu planen", so der FC-Manager, "deswegen wollen wir uns da auch nicht ewig Zeit lassen. Dementsprechend haben wir die spielfreie Zeit jetzt auch gut genutzt." Eine baldige Entscheidung würde nicht überraschen.

Herthas gelungener Re-Start irritiert Funkel nicht

Zuvor geht es für den FC darum, die Klasse zu halten. Erst recht, nachdem man durch den Sieg von Hertha BSC gegen Freiburg auf Platz 17 abgerutscht ist. Dass die Berliner mit vier Punkten einen guten Re-Start hingelegt haben, irritiert Funkel nicht. "Ich habe damit gerechnet, dass Hertha BSC so gut aus der Quarantäne herauskommt", sagt der FC-Trainer, "ich habe keinen Grund gesehen, warum das nicht der Fall sein sollte. Weil auch die Zweitligavereine wie Sandhausen oder Kiel gut aus der Quarantäne gekommen sind."

Als Rückschlag empfindet Funkel, der schon zuvor Bremen und Bielefeld als die schärfsten Konkurrenten um den Klassenerhalt ausgemacht hatte, die Berliner Ausbeute nicht: "Für uns hat uns dadurch nichts geändert, wir wollen unsere drei Spiele gewinnen. Wir wollen weder nach rechts noch nach links schauen, wir wollen uns auf uns konzentrieren. Wir wollen am Sonntag gegen Freiburg gewinnen."

Kurzfristige Entscheidung bei Andersson

Dafür kann der Trainer auf den kompletten Kader zurückgreifen. Auch auf Mittelstürmer Sebastian Andersson, der wegen Knieproblemen immer wieder aussetzen muss. "Alle Spieler stehen mir zu Verfügung", erklärte der Trainer, schränkte aber hinsichtlich des schwedischen Nationalspielers ein: "Sebastian hat die vergangenen zwei Tage trainiert, er wird auch am Samstag trainieren. Danach werden wir die Entscheidung treffen, ob wir ihn mitnehmen oder nicht."

Funkel versucht, den Gegner zumindest ein wenig im Unklaren über die Kölner Aufstellung zu lassen. Doch er gibt zu: "Vieles spricht natürlich dafür, dass wir mit der Anfangsformation von Augsburg auch am Sonntag beginnen." Jedoch fügt er an: "Aber ich habe manchmal plötzlich noch eine andere Idee. Deswegen ist es nicht ausgeschlossen, dass ich auf ein, zwei, drei Positionen doch etwas verändern werde." Wahrscheinlich ist das aber ganz und gar nicht.

Bei Christian weiß man eigentlich nie, wie er auf das zurückliegende Spiel reagiert.

Funkel über Streich

Funkels Startelf im 4-2-3-1 ist für SC-Trainer Christian Streich viel leichter vorherzusehen als Personal und System, mit dem die Freiburger beginnen werden. Deshalb freut sich Funkel zwar aufgrund des Menschen Christian Streich ("Christian ist ein super Kollege, auf den man sich immer zu 100 Prozent verlassen kann") auf das Wiedersehen mit dem Freiburger Trainer. Hinsichtlich der Spielvorbereitung stellt das Aufeinandertreffen für Funkel aber ein Problem dar: "Bei Christian weiß man eigentlich nie, wie er auf das zurückliegende Spiel reagiert."

Stephan von Nocks

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