Bundesliga

Heldt droht mit personellen Konsequenzen

Schalke: Draxler und Höwedes selbstkritisch

Heldt droht mit personellen Konsequenzen

Leb- und ratlos: Schalke findet nicht mehr in die Spur.

Leb- und ratlos: Schalke findet nicht mehr in die Spur. Getty Images

"Das war einer Schalker Mannschaft heute nicht würdig", sagte ein sichtlich geknickter Höwedes."Ich mache mich ja unglaubwürdig, wenn ich hier Woche für Woche irgendwelche Dinge versuche zu erklären und dann wieder so ein blutleerer Auftritt zustande kommt." Was dann folgte war schon fast eine Bankrott-Erklärung. "Es ist mir ein Rätsel, wie wir manche Dinge angehen - ohne Leidenschaft, ohne Laufbereitschaft und mit einer taktischen Disziplin, die eines Profis nicht würdig ist."

Auch Julian Draxler, selbst meilenweit von seiner Bestform entfernt, nahm kein Blatt vor den Mund. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine der schlechtesten Begegnungen war, die wir in den letzten Jahren abgeliefert haben. Nach meiner langen Verletzung versuche ich mein Bestes, aber stoße momentan an meine Grenzen." Den Unmut der Fans könne er verstehen, aber man müsse das jetzt gemeinsam "durchboxen".

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Wenn einer nicht bereit ist, das zu machen, dann überlebt er das nächste Training schon nicht mehr.

Horst Heldt

Das sieht Heldt offenbar anders, denn der Manager will es diesmal nicht bei bloßer Kritik belassen. "So einen Auftritt wie heute, das werden wir uns nicht mehr bieten lassen. Wir werden in den nächsten 14 Tagen gucken, wer noch bereit ist, das zu machen, was wir uns vorstellen. Wenn einer nicht bereit ist, das zu machen, dann überlebt er das nächste Training schon nicht mehr", sagt er und schiebt hinterher: "Ich weiß nicht, ob alle Spieler die nächsten 14 Tage noch auf dem Trainingsplatz stehen werden."

Namen wollte er kurz nach dem Spiel noch keine nennen, an einem Einzelnen könne man den miesen Auftritt ohnehin nicht festmachen. "Viele haben das nicht gebracht, wozu sie in der Lage sind. Die Konsequenzen wird jeder über kurz oder lang zu spüren bekommen. "

Auf die Frage, ob er Konsequenzen für sich selbst befürchte, meinte Heldt: "Sowohl der Trainer als auch ich stehen in der Verantwortung. Wir werden alles nach der Saison besprechen. Erst einmal müssen wir schauen, dass wir die Europa League schaffen. Wenn wir in den letzten beiden Spielen so auftreten, werden wir sie verpassen." Das glaubt auch Höwedes. Die anderen Mannschaften haben seiner Ansicht nach deutlich mehr Siegeswillen.

tru

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