Bundesliga

Eintracht-Coach Oliver Glasner setzt auf Lerneffekt nach 2:3

Frankfurt kassiert erstmals seit dem 1. Spieltag mehr als zwei Gegentore

"Heilvolle Niederlage": Glasner setzt auf den Lerneffekt

Zieht seine Mannschaft die richtigen Schlüsse aus der Niederlage in Sinsheim? Eintracht-Coach Oliver Glasner.

Zieht seine Mannschaft die richtigen Schlüsse aus der Niederlage in Sinsheim? Eintracht-Coach Oliver Glasner. picture alliance/dpa

Von seinen Spielern fordert der Österreicher nach dem 2:3, die richtigen Schlüsse aus der Partie zu ziehen. Dann könne "es auch eine heilvolle Niederlage gewesen sein".

Erstmals seit dem 2:5 bei Borussia Dortmund am 1. Spieltag kassierte die Eintracht mehr als zwei Gegentore - was Glasner mächtig wurmte. "Wir haben uns als Mannschaft defensiv nicht gut verhalten. Alle drei Tore hätten wir deutlich besser verteidigen können. Die letzte Galligkeit fehlte ebenso wie die Konsequenz, Räume zu schließen und Zweikämpfe anzugehen", monierte der Trainer. In der Tat fielen die Gegentreffer viel zu einfach. Beim 1:1 versäumte es Sechser Kristijan Jakic, den Rückraum abzusichern; auch Jesper Lindström fehlte in dieser Situation die Mannorientierung. Mindestens ebenso ärgerlich war die Entstehung des 1:2. Erst spielte Jakic nach einer starken Balleroberung eine 4:3-Überzahlsituation am Hoffenheimer Strafraum unsauber aus, im Gegenzug fiel das Gegentor. Im Fokus: Keeper Kevin Trapp, der einen nicht sonderlich gefährlichen Schuss von Ihlas Bebou nach vorne abwehrte, und Verteidiger Tuta, der den Torschützen Georginio Rutter aus den Augen verlor und sich selbst aus dem Spiel nahm, indem er zur Torlinie lief. Das 1:3 leitete schließlich Makoto Hasebe erst mit einem Fehlpass und dann mit einem missglückten Befreiungsschlag ein. Zudem ergaben sich insgesamt zu häufig gefährliche Räume hinter dem linken Flügel Filip Kostic, der im Spiel nach vorne zwar überzeugte, defensiv aber schon besser mitgearbeitet hat. Ein wiederkehrendes Problem.

Am Donnerstag in Istanbul

Kritisieren kann man zwar auch die fehlende Effizienz im gegnerischen Strafraum, schließlich hätte die Eintracht gut und gerne ein drittes und viertes Tor erzielen können. Allerdings stellt Glasner korrekt fest: "Wenn wir zwei Tore schießen, sollten wir zumindest einen Punkt holen - und eigentlich gewinnen." Der Hebel muss deshalb beim kollektiven Defensivverhalten angesetzt werden, um schon am Donnerstag in der Europa League bei Fenerbahce Istanbul in die Erfolgsspur zurückzukehren. Glasners Fazit: "Wenn wir daraus lernen, und davon gehe ich aus, kann es auch eine heilvolle Niederlage gewesen sein."

Julian Franzke

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