Bundesliga

Heidel erläutert Diskrepanz bei Angabe der Kader-Kosten

Schalke: 92 oder doch nur 48 Millionen Euro?

Heidel erläutert Diskrepanz bei Angabe der Kader-Kosten

Christian Heidel

Was kostet der Schalker Kader? Sportvorstand Christian Heidel bringt Licht ins Dunkel. imago

Als Finanzvorstand Peter Peters am Mittwoch auf Schalke den aktuellsten Konzernbericht vorstellte, fiel eine Zahl besonders ins Auge. Der Posten für den Lizenzspieler-Etat wird darin mit 92 Millionen Euro beziffert. Dies verwunderte auf den ersten Blick, da Sportvorstand Christian Heidel stets von einer Summe um 50 Millionen Euro spricht. Am Donnerstag hat er dies nicht nur wiederholt, sondern konkretisiert – und Irritationen damit ausgeräumt.

Der Knackpunkt: "Der Verein bilanziert das Kalenderjahr 2017, meine Planungen beziehen sich aber immer auf eine Saison", betonte Heidel, der ins Detail ging: "Wir sind mit einem Grundgehaltsbestand für Spieler und Trainer in Höhe von 48,9 Millionen Euro in die Saison gegangen." Aufgrund bestimmter Faktoren (neues Personal, Vertragsverlängerungen) werde am Saisonsende ein Betrag von knapp 52 Millionen Euro stehen, "was unserer Planung sehr nahe kommt".

Zuzüglich zu diesem "Grundgehaltsbestand" sind Boni und Prämien zu berücksichtigen. Die werden vermutlich höher ausfallen als zunächst angenommen, da Schalke sowohl in der Liga als auch im Pokal vorzüglich dasteht. Die Kaderkosten-Endsumme für die aktuelle Saison wird vermutlich rund 70 Millionen Euro betragen. "Die Mannschaft ist für Schalker Verhältnisse recht günstig", fügte Heidel schmunzelnd an.

Zum Thema

Der Grund-Etat der Vorsaison belief sich auf etwa 80 Millionen Euro. Die drastische Reduzierung auf 48,9 respektive 52 Millionen Euro ergibt sich vor allem dadurch, dass teure Spieler von der Gehaltsliste verschwunden sind, zum Beispiel Klaas Jan Huntelaar, Eric Maxim Choupo-Moting, Dennis Aogo und nicht zuletzt Sidney Sam – allein das Gehalt dieses Quartetts belief sich zusammengerechnet auf etwa 18 Millionen Euro pro Spielzeit.

Auch diese Summe fließt zumindest teilweise in die im Konzernbericht ausgewiesenen 92 Millionen Euro noch mit ein, zudem mussten die Kosten in Höhe von acht Millionen Euro für den Wechsel des Trainerstabs im vorigen Sommer und die Kader-Umstrukturierung berücksichtigt werden.

Toni Lieto