Bundesliga

Hecking: "Situation kann sehr gefährlich sein, wenn..."

Gladbach: Personelle Situation bleibt angespannt

Hecking: "Situation kann sehr gefährlich sein, wenn..."

"Bayer ist ein Gegner, der uns alles abverlangen wird": Trainer Dieter Hecking.

"Bayer ist ein Gegner, der uns alles abverlangen wird": Trainer Dieter Hecking. imago

Seit gut einem Monat ist Hecking zurück an dem Ort, an dem 1983 seine Profikarriere als Spieler begonnen hatte. "Ich freue mich, dass ich wieder in Gladbach bin. Es fühlt sich gut an", sagte der inzwischen 52-Jährige am Mittwochabend in der Radiosendung "Borussia hautnah" des Senders 90,1.

Bei seinem Einstand kam Hecking zu einem Teilerfolg in Darmstadt. Weiter geht es am Samstagabend mit dem Auswärtsspiel in Leverkusen (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de). Um auch bei der Werkself zu bestehen, forderte Gladbachs neuer Trainer eine Steigerung von seinem Team. "In Leverkusen müssen wir leistungsmäßig zulegen, sonst wird es eng mit einem Punkt", sagte Hecking, denn "Bayer ist ein Gegner, der uns alles abverlangen wird".

Trainersteckbrief Hecking
Hecking

Hecking Dieter

Spielersteckbrief Herrmann
Herrmann

Herrmann Patrick

Spielersteckbrief Kolodziejczak
Kolodziejczak

Kolodziejczak Timothee

Hecking nutzte die Gelegenheit zudem, um im Umfeld um Geduld zu werben. Die Probleme beim Tabellen-14., der derzeit nur vier Punkte vor der Abstiegszone rangiert, seien nicht von heute auf morgen zu lösen. "Nur mit Handauflegen ist es nicht getan", meinte Hecking und erklärte, dass nicht nur das angekratzte Selbstbewusstsein der Profis ein Problem sei.

Da die Erwartungshaltung nach den erfolgreichen letzten Jahren und der Teilnahme an den Europapokal-Wettbewerben gestiegen sei, habe auch die Mannschaft an den eigenen Ansprüchen "zu knabbern", so der Trainer. "Ich glaube, dass sie sich das alles viel besser vorgestellt hat und jetzt plötzlich in die raue Wirklichkeit kommt, dass auch mal so ein Jahr dabei ist", erklärte Hecking. Seine Aufgabe sei es daher, seine Spieler "relativ schnell in die Spur zu kriegen, damit sie verstanden haben, dass die Situation sehr gefährlich sein kann, wenn man jetzt Luft dran lässt, wenn man nicht konzentriert ist und wenn man nicht die Arbeit annimmt, die jetzt gefordert ist".

Konkret heißt das: "Ärmel hochkrempeln und als Mannschat alles dafür tun, die Geschlossenheit an den Tag zu legen, die dann auch die Qualität zum Vorschein bringt", forderte Hecking, "denn die Qualität ist unbestritten da. Aber im Moment geht es darum, die Stabilität und vor allen Dingen das optimale Leistungsvermögen aus der Mannschaft herauszuholen."

Kolodziejczak ist krank - Herrmanns Comeback rückt näher

Personell bleibt die Lage allerdings vorerst angespannt. Zwar sind Nico Schulz und Fabian Johnson, die in Darmstadt gefehlt hatten, für die Partie in Leverkusen wahrscheinlich wieder eine Option. Dafür droht Neuzugang Timothée Kolodziejczak (grippaler Infekt) auszufallen, wie Hecking bestätigte.

Für Patrick Herrmann, der am Dienstag erstmals nach seinem mehrfachen Bänderriss im Sprunggelenk Teile des Mannschaftstrainings mitmachen konnte, kommt ein Einsatz wohl noch zu früh. "Er scharrt mit den Hufen, aber wir dürfen da nichts übers Knie brechen. Er wird am Donnerstag voll mit der Mannschaft trainieren. Für Leverkusen wird es wohl nicht reichen, aber vielleicht ist er für Freiburg ein Thema", sagte Hecking, der weiter auf Nico Elvedi (Knochenhautreizung), Tobias Strobl (Sehnenriss im Beckenbereich), Ibrahima Traoré (Sehnenabriss im Leistenbereich), Mamadou Doucouré (Muskelverletzung im Oberschenkelbereich) und Marvin Schulz (Verletzung im Adduktorenbereich) verzichten muss.

Jan Reinold