Bundesliga

Trainer Hecking (Borussia Mönchengladbach): Thorgan Hazard ist ein "Eisvogel"

Mönchengladbach:

Hecking: Hazard ist ein "Eisvogel"

Sorgte mit seinem Elfmeterschuss für den Gladbacher Sieg: Thorgan Hazard.

Sorgte mit seinem Elfmeterschuss für den Gladbacher Sieg: Thorgan Hazard. imago

Als Referee Christian Dingert nach seinem Elfmeterpfiff erst Rücksprache mit dem Videoschiedsrichter in Köln hielt und sich anschließend noch einmal selbst die Szene an der Kamera anschaute, ging Thorgan Hazard sämtliche Möglichkeiten durch. "Es ist nicht einfach, wenn man so lange warten muss, bis man schießen darf. Also habe überlegt, wohin ich schießen werde. Links, rechts oder doch die Mitte? Letztendlich habe ich mich dann erst in letzter Sekunde entschieden, was ich mache", erklärte der Nationalspieler anschließend. Auf ihm lastete der ganze Druck, den extrem wichtigen Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen. Hazard hielt ihm stand. "Ich habe nicht einen Moment gezweifelt, dass Thorgan ihn reinmachen würde", versicherte Torhüter Yann Sommer. Und auch Trainer Dieter Hecking kamen nach eigener Aussage keinerlei Zweifel. "Toto ist ein Eisvogel", betonte der Borussen-Coach. "Wenn er sich seiner Sache sicher ist, dann macht er das Ding auch."

Hazard ist wieder einmal ein Beispiel für die Schnelllebigkeit des Fußballs. Beim 1:6 in Dortmund hatte der Offensivmann drei hochkarätige Chancen vergeben, eine sogar beim Stand von 0:0, was dem Spiel bei einem glücklicheren Torabschluss womöglich eine ganz andere Richtung hätte geben können. Am Samstag folgte seine Art der Rehabilitation mit dem Last-Minute-Schuss ins Glück. "Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Dass ich mit meinem Tor helfen konnte, macht mich glücklich. Und es ist auch gut fürs Selbstvertrauen", sagte Hazard. Die Aufgabe gegen Hannover sei "nicht einfach" gewesen, so der 24-Jährige, "aber nach der Niederlage in Dortmund ist es ein schönes Gefühl, jetzt mit diesem Sieg in die Länderspielpause gehen zu können. Wir dürfen jetzt wieder ein bisschen mehr nach oben schauen."

Jan Lustig