Bundesliga

Havertz: "Das steht im Vordergrund"

Bayer-Coach Herrlich lobt 19-Jährigen

Havertz: "Das steht im Vordergrund"

Gemeinsamer Jubel: Kai Havertz (li.) und Julian Brandt freuen sich über das 1:0.

Gemeinsamer Jubel: Kai Havertz (li.) und Julian Brandt freuen sich über das 1:0. imago

"In Europa weiß jeder, über was für eine Qualität und was für ein Talent er verfügt", sagte Herrlich über das Bayer-Juwel und hob hervor, dass dieser "auch gegen den Ball eine Entwicklung gemacht" habe. Keine Frage: Havertz stellt Bestmarken auf, so auch an diesem 4. Spieltag. Das am Ende entscheidende 1:0 war sein achter Treffer für die Werkself überhaupt - kein Leverkusener war bei seinem achten Treffer für Bayer jünger. Erstmals traf er für die Rheinländer am 2. April 2017, damals war er 17 Jahre und 295 Tage alt - wenig überraschend ist er nicht nur Leverkusens jüngster Bundesliga-Spieler, sondern auch jüngster Bundesliga-Torschütze überhaupt. Gegen den FSV bestritt er mit 19 Jahren und 104 Tagen bereits sein 58. Bundesligaspiel - nur Timo Werner (19 Jahre und 50 Tage) sowie Julian Draxler (19 Jahre und 72 Tage) waren beim Überschreiten dieser Marke jünger.

Havertz' Forderung: "Müssen kaltschnäuziger sein"

Der Offensivspieler selbst beschäftigt sich indes eher weniger mit den eigenen Erfolgen. Zwar freue er sich "persönlich immer" über seine Treffer, "aber es ist egal, wer die Tore macht. Wichtiger ist für uns alle, dass wir drei Punkte holen. Das steht im Vordergrund", so der 19-Jährige nach Abpfiff bei "Sky". Und Bayer hatte sich schwergetan mit dem Toreschießen. Bezeichnend: Zur Halbzeit hatte Leverkusen 16 Schüsse aufs Tor abgegeben, die Nullfünfer hingegen nur deren zwei - der Halbzeitstand betrug dennoch 0:0.

Spielersteckbrief Havertz
Havertz

Havertz Kai

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern Bayern München
12
2
Hertha Hertha BSC
10
3
Dortmund Borussia Dortmund
8
Bundesliga - 4. Spieltag
Bayer 04 Leverkusen - Die letzten Spiele
Nizza Nizza (H)
6
:
2
Mainz Mainz (A)
0
:
1

Wir haben uns vor der Saison große Ziele gesetzt. Und wenn du dann direkt drei Niederlagen kassierst, dann ist das schon ein Dämpfer.

Kai Havertz

"Wir hatten das Spiel im Griff", stellte Havertz fest und forderte: "Wir müssen kaltschnäuziger vor dem Tor sein, dann geht man auch mit einem besseren Gefühl in die Halbzeit. So steht man direkt unter Druck, aber mit dem konnten wir gut umgehen." Auch dank seines Treffers in der 62. Minute. Diesbezüglich lobte er explizit die Vorlage von Julian Brandt, die "punktgenau" kam. Das sei aber auch nicht so überraschend, da er und Brandt auf dem Rasen sehr gut harmonieren. "Wir haben ein Verständnis, dass wir uns immer auf dem Platz sehen."

Die Situation war "recht schwer"

Unter dem Strich bedeutete der Sieg gegen Mainz, dass der katastrophale Start mit drei Niederlagen nacheinander ad acta gelegt werden könnte. Die Situation sei "recht schwer" gewesen, gestand Havertz und erklärte: "Wir haben uns vor der Saison große Ziele gesetzt. Und wenn du dann direkt drei Niederlagen kassierst, dann ist das schon ein Dämpfer." Nun aber scheint die Trendwende geschafft.

Nach dem erfolgreichen Start in der Europa League in Rasgrad, als auch dank Doppelpacker Havertz ein 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg umgewandelt wurde, und dem nun folgenden ersten Dreier in der Bundesliga, macht sich wieder etwas mehr Optimismus breit. "Wir haben uns super zurückgekämpft, die beiden wichtigen Spiele gewonnen und müssen nun positiv nach vorne schauen." Die Arbeit ist aber noch längst nicht getan, wie Herrlich betonte: "Wir haben einen Schritt gemacht und möchten Mittwoch nachlegen."

drm

Bilder zur Partie Bayer 04 Leverkusen - 1. FSV Mainz 05