3. Liga

Havelse entscheidet Spektakel für sich - Hyballa jubelt beim Türkgücü-Debüt

Osnabrück, BVB II und Viktoria Berlin nutzen Magdeburgs Patzer nicht

Havelse entscheidet das Spektakel für sich - Hyballa jubelt beim Türkgücü-Debüt

Havelse jubelt in Berlin: Beim 4:3 bei der Viktoria feierte der TSV seinen zweiten Saisonsieg.

Havelse jubelt in Berlin: Beim 4:3 bei der Viktoria feierte der TSV seinen zweiten Saisonsieg. imago images

Meyer schießt Havelse in einem verrückten Spiel zum Sieg 

Der TSV Havelse hat ein Sieben-Tore-Spektakel am Montagabend für sich entschieden und trotz eines dreimaligen Rückstands mit 4:3 bei Viktoria Berlin gewonnen. Schon im ersten Durchgang sahen die Zuschauer im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark eine sehr muntere Partie, die Berliner erzielten zweimal das Führungstor, Havelse glich zwischenzeitlich aus. Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel dann noch einmal Fahrt auf. Obwohl die Gastgeber nach dem 2:2 zum dritten Mal in Front gingen, steckte Havelse nicht auf, drehte den Spieß um und ging letztlich als Sieger vom Feld. Das entscheidende Tor gelang dem eingewechselten Meyer zehn Minuten vor dem Ende.

Harmlose Osnabrücker verpassen Rang eins

Wie die Viktoria am Montag hatte am Samstag auch der VfL Osnabrück die Chance, die Tabellenführung durch einen Sieg in Kaiserslautern zu übernehmen. Die Lila-Weißen enttäuschten auf dem Betzenberg vor allem im ersten Durchgang, in dem Klingenburg (7.) und Hercher (25.) die verdiente 2:0-Pausenführung für den FCK herausschossen. Weil auch nach dem Seitenwechsel wenig passierte, endete die VfL-Serie von sechs Partie ohne Niederlage - zugleich gelang es den Roten Teufeln, erstmals seit Winter 2019 zwei Ligaspiele in Folge zu gewinnen.

Erfolgreiches Hyballa-Debüt auf der Türkgücü-Bank 

Trainer Peter Hyballa jubelt mit Alexander Sorge.

Sieg beim Debüt mit Türkgücü: Trainer Peter Hyballa jubelt mit Alexander Sorge. imago images/Passion2Press

Drei Siege, drei Unentschieden, drei Niederlagen - die allerdings aus den letzten vier Spielen. Türkgücü hatte sich daraufhin von Petr Ruman getrennt, Peter Hyballa führte die Münchner wieder in die Erfolgsspur. Am Sonntag startete er bei seinem Debüt gegen Ex-Klub Dortmund, für den er von 2007 bis 2010 für die U 19 verantwortlich zeichnete, mit einem verdienten 2:1, der nur am Ende nach dem Anschlusstreffer von Bornemann (87.) noch in Gefahr geriet. Türkgücü ist bis auf zwei Zähler am BVB dran, der den Sprung auf Rang eins verpasste. 

Zwickau musste sich mit einem 0:0 gegen Freiburg II begnügen und konnte die Breisgauer nicht vom ersten Nichtabstiegsplatz verdrängen. 

Kölner Befreiungsschlag - Würzburg geht unter

Im Tabellenkeller feierte Viktoria Köln einen Befreiungsschlag. Die Domstädter bezwangen den MSV Duisburg 4:2 - drei Tore fielen dabei in der Nachspielzeit. Die Rechtsrheiner feierten damit ihren zweiten Saisonsieg, bleiben aber in der Abstiegszone stecken. Das gilt auch für die Würzburger Kickers, die im Parallelspiel ein Debakel erlebten. Nach einem torlosen ersten Abschnitt schlug der SVWW viermal zu, Nilsson (zweimal vom Elfmeterpunkt) schnürte einen Hattrick.

Keine Tore in Braunschweig - Meppens Comeback

Zwischen Eintracht Braunschweig und Waldhof Mannheim gab es derweil keine Tore und folglich keinen Sieger. Eine lange höhepunktarme Partie nahm erst in der Schlussphase an Fahrt auf, speziell Waldhof-Keeper Königsmann hielt für sein Team dabei den Punktgewinn fest. Rasanter war die Begegnung zwischen Meppen und Saarbrücken. Der FCS ging früh im Spiel durch einen Doppelschlag in Führung, Grimaldi (7.) in seinem 200. Drittliga-Spiel und Gouras (14.) trafen. Noch vor der Pause schaffte der SVM jedoch den Anschluss (Tankulic, 29.), kurz vor Schluss erzielte Evseev den vielumjubelten 2:2-Endstand (85.).

Ochojski verhindert Löwen-Sieg

Lautern besiegte Osnabrück, Verl kam gegen 1860 zurück

Lautern besiegte Osnabrück, Verl kam gegen 1860 zurück. imago/Steffen Kuttner

Der TSV 1860 München blieb derweil auch im fünften Spiel in Serie ohne Sieg. Im Auswärtsspiel gegen Verl überraschte Löwen-Coach Köllner zunächst mit der Nicht-Berücksichtigung von Mölders (Bank). Auch ohne den Sturmtank gingen die Gäste aber vor der Pause in Führung, Biankadi sorgte gekonnt per Hackentreffer für das 1:0 (22.). Nach der Pause meldete sich der SC Verl jedoch eindrucksvoll zurück: Ochojski sorgte mit einem Traumtor aus 25 Metern für den Ausgleich (66.) und den damit verdienten 1:1-Endstand.

Halle siegt im Derby

Der personell arg gebeutelte Hallesche FC schlug am Freitagabend zum Auftakt der 10. Runde Tabellenführer Magdeburg und beendete eine Serie von vier sieglosen Spielen (0/3/1). Ein weiterer herber Rückschlag für den FCM nach dem 1:2 am vergangenen Spieltag gegen die bis dahin noch sieglosen Würzburger. Dabei ging die Titz-Elf in einem äußerst rasanten Derby in Führung, Halle drehte aber die Partie. Brünkers Anschluss gut zehn Minuten war zu wenig. 

kon