Bundesliga

Hausicke: "Ein Traum geht in Erfüllung"

Werder-Frauen erwarten Rekordkulisse

Hausicke: "Ein Traum geht in Erfüllung"

Lina Hausicke erhofft sich durch das Publikum im Weserstadion einen Push. 

Lina Hausicke erhofft sich durch das Publikum im Weserstadion einen Push.  IMAGO/foto2press

Die Zahl ist beeindruckend: 15.000 Karten hat Werder Bremen schon für das Spiel seiner Fußballerinnen am Samstag gegen den SC Freiburg verkauft. Der Umzug ins Weserstadion bedeutet eine neue Dimension für die Bremerinnen, die sich sonst kaum über vierstellige Zuschauerzahlen auf Platz 11 freuen dürfen. Lediglich zum Heimspiel gegen Doublesieger VfL Wolfsburg kam zuletzt eine für Bremer Verhältnisse stattliche Kulisse zusammen: 2700 Zuschauer sahen eine 2:3-Niederlage.

Mit den Fans im Rücken zum ersten Sieg?

Gewonnen hat Werder in dieser Spielzeit noch nicht. Zwei Zähler hat die Mannschaft von Trainer Thomas Horsch in den 7 Saisonspielen erst gesammelt. Und ganze 4 Tore geschossen - zwei davon gegen Wolfsburg. Insgesamt ist das zu wenig, um über dem Strich zu stehen. Nur Turbine Potsdam hat noch weniger Punkte - nämlich einen. Und genauso wenig Tore erzielt wie Werder.

Insofern hat die Partie gegen Freiburg auch einen wegweisenden Charakter auf dem Platz. "Wir müssen punkten", fordert der Coach, der hofft, dass sich sein Team "von der Atmosphäre im Stadion tragen lässt. Wir wollen den Moment nutzen". Auch Mittelfeldspielerin Lina Hausicke hofft auf "einen positiven Push. Wir müssen unsere Leistung bringen. Der Fokus liegt auf dem Spiel."

Zuschauer sollen "hängen bleiben"

Trotz der sportlichen Relevanz freut sich die 24-Jährige "riesig über die große Bühne. Ein Traum geht in Erfüllung. Ich habe immer gehofft, mal im Stadion spielen zu dürfen." Aber dafür sei der Hype nach der erfolgreichen Europameisterschaft im Sommer in England nötig gewesen. "Ich hoffe, dass unser Spiel im Stadion kein einmaliges Erlebnis bleiben wird." Und Trainer Horsch ergänzt: "Wir müssen besser werden, damit von den 15.000, die am Samstag kommen werden, auch einige hängen bleiben."

Das nächste Heimspiel des SV Werder am 11. Dezember gegen die TSG Hoffenheim wird wieder auf Platz 11 ausgetragen.

Gunnar Meggers