Olympia

Hassans erster Streich - Zwei Goldene für Deutschland - Pudenz trotzt dem Regen

Olympia-Splitter vom Montag

Hassans erster Streich - Zwei Goldene für Deutschland - Pudenz trotzt dem Regen

Könnte ein Star dieser Spiele werden: Sifan Hassan.

Könnte ein Star dieser Spiele werden: Sifan Hassan. AFP via Getty Images

Beachvolleyball: Thole/Wickler im Viertelfinale

Die Beachvolleyball-Vizeweltmeister Julius Thole und Clemens Wickler stehen bei ihren ersten Olympischen Spielen im Viertelfinale. Das Duo aus Hamburg gewann sein Achtelfinale gegen die Amerikaner Jacob Gibb und Tri Bourne am Montagabend (Ortszeit) 2:1 (17:21, 21:15, 15:11). In der Runde der besten vier kommt es am Mittwoch (15.00 Uhr/MESZ) nun zu einer Neuauflage des WM-Finals von vor zwei Jahren in Hamburg, als Thole/Wickler den Russen Wjatscheslaw Krasilnikow und Oleg Stojanowski knapp 1:2 unterlegen waren. Auch Olympiasiegerin Laura Ludwig und ihre Partnerin Margareta Kozuch sind in Tokio unter den besten Acht.

+++ Leichtathletik: Hassan feiert erstes Gold +++

Die niederländische Läuferin Sifan Hassan hat Gold über 5.000 Meter gewonnen. Die 28-Jährige setzte sich in 14:36,79 Minuten vor der kenianischen Weltmeisterin Hellen Obiri (14:38,36) durch, Bronze ging an die Äthiopierin Gudaf Tsegay (14:38,87). Damit wäre der erste ihrer drei anvisierten Triumphe geschafft - Hassan peilt auch Gold über 1500 und 10.000 Meter an.

+++ Leichtathletik: Pudenz überrascht mit Silber im Diskus +++

Diskuswerferin Kristin Pudenz aus Potsdam hat überraschend Silber bei den Olympischen Spielen in Tokio gewonnen. Die 28-Jährige landete am Montag mit der persönlichen Bestleistung von 66,86 Metern im fünften Versuch auf dem zweiten Platz. Es war die erste Medaille für die deutschen Leichtathleten in Tokio. Pudenz bescherte den deutschen Diskuswerferinnen zudem die erste Medaille seit dem Gold-Wurf von Ilke Wyludda 1996 in Atlanta. Olympiasiegerin im von einer rund einstündigen Regenunterbrechung beeinträchtigten Wettbewerb wurde die US-Amerikanerin Valarie Allman (68,98). Die Leverkusenerin Marike Steinacker wurde mit 62,02 Metern Achte. Claudine Vita aus Neubrandenburg verpasste den Endkampf der besten acht Diskuswerferinnen als Neunte (61,80 Meter).

+++ Badminton: Axelson durchbricht chinesische Dominanz +++

Der Däne Viktor Axelsen hat die chinesische Dominanz im Einzel gebrochen und sich zum zweiten Badminton-Olympiasieger seines Landes gekrönt. Der Weltmeister von 2017 setzte sich im Finale von Tokio gegen Chen Long, Goldmedaillengewinner von Rio, 21:15, 21:12 durch. Axelsen (27) ist nach dem heutigen IOC-Mitglied Poul-Erik Hoyer Larsen (Dänemark/1996) der zweite europäische Olympiasieger in der asiatisch beherrschten Sportart. Zuletzt hatten Chinesen vier der letzten fünf Goldmedaillen gewonnen: Vor Chen dominierte Lin Dan in London 2012 und Peking 2008, in Sydney 2000 hatte Ji Xinpeng triumphiert. Badminton ist seit den Sommerspielen 1992 in Barcelona olympisch, deutsche Spieler haben bislang noch keine Medaille gewonnen. In Tokio schieden alle Athletinnen und Athleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) in der Vorrunde aus.

+++ Leichtathletik: El Bakkali bricht Kenia-Serie +++

 Der Marokkaner Soufiane El Bakkali hat die kenianische Lauf-Dominanz über 3000 Meter Hindernis beendet. Der Vierte von Rio de Janeiro 2016 triumphierte nach einem selbstsicheren Endspurt in 8:08,90 Minuten. Seit 1984 hatten die Kenianer auf dieser Distanz stets Gold gewonnen, 1976 und 1980 boykottierten sie die Spiele. Bester Läufer aus dem ostafrikanischen Land war Benjamin Kigel (8:11,45) als Dritter. Silber ging an den Weltjahresbesten Lamecha Girma aus Äthiopien in 8:10,38 Minuten. Der 25 Jahre alte El Bakkali war WM-Zweiter 2017 und WM-Dritter 2019 und absolvierte in dieser Saison vor seinem Olympiasieg nur zwei Rennen.

+++ Vielseitigkeit: Krajewski holt als erste Frau Gold +++

Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewski hat bei den Olympischen Spielen in Tokio als erste Frau Gold in der Einzelwertung gewonnen. Die 32-Jährige aus Warendorf blieb im abschließenden Springen auf der Stute Amande de B'Neville ohne Abwurf. Mit insgesamt 26,00 Strafpunkten setzte sie sich vor dem Briten Tom McEwen auf Toledo de Kerser (29,30) und dem Australier Andrew Hoy mit Vassiliy de Lassos (29,60) durch. Michael Jung (Horb), der 2012 in London und 2016 in Rio Gold im Einzel gewonnen hatte, belegte mit Chipmunk den achten Platz (36,10). In der Teamwertung war die deutsche Equipe zuvor auf Platz vier hinter Großbritannien, Australien und Frankreich ohne Medaille geblieben. Die deutschen Vielseitigkeitsreiter sammelten damit bei den vierten Olympischen Spielen nacheinander eine Einzelmedaille. In Peking triumphierte 2008 Hinrich Romeike, 2012 in London und vier Jahre später in Rio gewann Michael Jung Gold. In London holte zudem Sandra Auffarth Bronze.

+++ Ringen: Goldener Karriereabschluss für Rotter-Focken +++

Aline Rotter-Focken hat Geschichte geschrieben: Als erste deutsche Ringerin gewann sie eine olympische Medaille - und dann gleich Gold. Im Finale der Gewichtsklasse bis 76 Kilogramm setzte sie sich am Montag mit 7:3 gegen die US-Amerikanerin Adeline Gray durch. Für die 34-Jährige war es der letzte Wettkampf ihrer Karriere. Die frühere Weltmeisterin beendet nach den Olympischen Spielen ihre Karriere.

+++ Leichtathletik: Hürdenläuferin Krafzik scheitert im Halbfinale +++

Carolina Krafzik hat den ersten Einzug einer deutschen Hürdenläuferin in ein olympisches Finale über 400 m seit einem Vierteljahrhundert verpasst. Die deutsche Meisterin aus Sindelfingen wurde in ihrem Halbfinale bei strömendem Regen in 54,96 Sekunden Vierte und verpasste damit den geforderten Platz unter den besten zwei. Auch zu den beiden weiteren Zeitschnellsten gehörte die 26-Jährige nicht. Im Vorlauf war Krafzik mit 54,74 Sekunden so schnell wie keine Deutsche seit Ulrike Urbansky im Jahr 2000 gelaufen. Letzte DLV-Starterinnen in einem Olympia-Finale waren Heike Meißner (Fünfte) und Silvia Rieger (Achte) 1996 in Atlanta.

Als Schnellste ins Finale am Mittwoch (4.30 Uhr MESZ) zog Weltrekordlerin Sydney McLaughlin (USA) in 53,03 Sekunden ein.  

+++ Ringen: Lopez nun erfolgreichster Olympia-Ringer +++

Der Kubaner Mijain Lopez Nunez hat als erster männlicher Ringer vier olympische Goldmedaillen gewonnen. Der 38-Jährige besiegte im Finale in der Gewichtsklasse bis 130 Kilogramm am Montag den Georgier Jakobi Kajaia mit 5:0. Bereits bei den Spielen 2008, 2012 und 2016 hatte der knapp zwei Meter große Ausnahmeathlet triumphiert. Dazu wurde er fünfmal Weltmeister. Eigentlich hätte der Griechisch-römisch-Spezialist seine Karriere schon beendet, nach der Verlegung der Spiele in Japan machte er aber doch noch weiter. Bei der Eröffnungsfeier des diesjährigen Events trug er zum dritten Mal nacheinander für sein Heimatland die Fahne.

+++ Weltrekord fällig? Thompson-Herah überragt über 200 Meter +++

Elaine Thompson-Herah, die schon über 100 Meter Gold gewonnen hat, hat im Halbfinale über die 200 Meter eine Fabelzeit hingelegt - obwohl sie gegen Ende des Laufes, klar führend, sogar abbremste. Ihre 21,66 Sekunden liegen nicht weit hinter dem von Florence Griffith-Joyner 1988 aufgestelltem Weltrekord - der im Finale gefährdet werden könnte, wenn Thompson-Herah durchzieht.

Ich würde eine Dauerkarte nehmen. Ich möchte das noch öfter erleben.

Die deutsche Sprinterin Lisa Marie Kwayie über das Erlebnis Olympia

+++ Turnen: Südkoreaner Shin Olympiasieger im Sprung +++

 Jeahwan Shin aus Südkorea hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die Entscheidung im Sprung bei den Männern gewonnen. Der 23 Jahre alte Olympiasieger erhielt am Montag im Ariake Gymnastics Center für seine beiden Sprünge die Durchschnittsnote von 14,783 Punkten. Aufgrund der höheren Schwierigkeit bei einem seiner Sprünge verwies er den punktgleichen Russen Denis Abliasin auf Rang zwei. Die Bronzemedaille sicherte sich der Armenier Artur Dawtjan mit 14,733 Punkten. Vor fünf Jahren in Rio de Janeiro hatte sich der Nordkoreaner Se-gwang Ri den Olympiasieg geholt. Deutsche Turner hatten sich nicht für das Finale der besten Acht qualifiziert.

+++ Turnen: Carey folgt am Boden auf Biles +++

Jade Carey aus den USA hat in Abwesenheit von Rio-Olympiasiegerin Simone Biles bei den Olympischen Spielen in Tokio Gold bei der Turn-Entscheidung am Boden gewonnen. Die Mehrkampf-Achte wurde für ihre Übung am Montag im Ariake Gymnastics Center von den Kampfrichtern mit 14,366 Punkten bewertet. Damit verwies sie die Italienerin Vanessa Ferrari mit 14,200 Zählern auf Rang zwei. Punktgleiche Dritte wurden Mai Murakami aus Japan und Angelina Melnikowa vom Team des Russischen Olympischen Komitees mit jeweils 14,166 Zählern. Simone Biles hatte aufgrund von mentalen Problemen auf einen Start verzichtet. Deutsche Turnerinnen hatten sich für das Finale der besten Acht nicht qualifiziert.

+++ Ringen: Schell nach Viertelfinal-Niederlage draußen +++

Anna Schell ist im Viertelfinale ausgeschieden. Die Athletin vom SC Isaria Unterföhring kassierte gegen Ex-Weltmeisterin Alla Tscherkassowa aus der Ukraine in der Gewichtsklasse bis 68 Kilogramm am Montag eine Schulterniederlage. Da Tscherkassowa anschließend gegen die topgesetzte Amerikanerin Tamyra Mensah-Stock verlor, durfte Schell auch nicht mehr in der Hoffnungsrunde um Bronze kämpfen. Nochmal zur Erinnerung: Am frühen Nachmittag ringt die Krefelderin Aline Rotter-Focken in der Klasse bis 76 Kilogramm gegen die topgesetzte Amerikanerin Adeline Gray um Gold. Aktuell können Sie das Geschehen im Live-Ticker verfolgen.

+++ Reiten: Vielseitigkeits-Team klettert noch auf Platz vier +++

Zu einer Medaille hat es nach den Ereignissen vom Wochenende nicht mehr ganz gereicht, Platz vier wurde es für die deutsche Equipe der Vielseitigkeitsreiter um Michael Jung (Horb) mit Chipmunk, Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Viamant du Matz und Julia Krajewski (Warendorf) mit Amande de B'Neville in Tokio. Gold ging an Großbritannien vor Australien und Frankreich. Die Chancen auf eine Team-Medaille hatten sich in der Geländeprüfung am Sonntag auf ein Minimum reduziert. Nach einem Vorbeiläufer (20 Strafpunkte) von Auffarth und einem Hindernisfehler (11 Strafpunkte) von Jung, der nach der Dressur noch in Führung gelegen hatte, ging die deutsche Equipe nur auf Rang sechs ins Springen.

+++ Sprinterin Timanowskaja bittet Polen um Visum +++

Die belarussische Olympia-Sprinterin Kristina Timanowskaja ersucht Medienberichten zufolge in der polnischen Botschaft in Tokio um Asyl. Die Sportlerin, die nach Einschätzung der Opposition von den autoritären Behörden ihres Landes aus Japan entführt werden sollte, traf demnach am Montag in Polens Vertretung in Tokio ein. Zuvor hatte nach Tschechien auch Polen der 24-Jährigen Asyl angeboten. Timanowskaja soll den Berichten zufolge am Mittwoch von Tokio nach Warschau fliegen. Timanowskaja hatte in einem Video, das die oppositionelle belarussische Athletenvertretung Belarusian Sport Solidarity Foundation (BSSF) am Sonntag veröffentlichte, erklärt, sie habe gegen ihren Willen aus Japan ausgeflogen werden sollen. Grund sei öffentliche Kritik an belarussischen Sportfunktionären gewesen. Die Sprinterin hatte den Flug verweigert, sich an die japanische Polizei gewendet und dann die Nacht in einem Hotel am Tokioter Flughafen Haneda verbracht. Nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees ist sie in einer "sicheren Umgebung". Polen bot Timanowskaja am Sonntagabend ein humanitäres Visum an. Sein Land sei bereit zu helfen, schrieb Vize-Außenminister Marcin Przydacz bei Twitter. "Sie hat die freie Wahl, ihre sportliche Karriere in Polen fortzusetzen, wenn sie sich dafür entscheidet", führte der Politiker weiter aus.

+++ Bahnrad: Friedrich/Hinze knapp geschlagen - Silber +++

Lea-Sophie Friedrich (Dassow) und Emma Hinze (Cottbus) haben das olympische Finale im Teamsprint knapp gegen das chinesische Duo Zhong Tianshi und Anfahrerin Bao Shanju verloren und damit Silber gewonnen

+++ Turnen: US-Superstar Biles startet am Schwebebalken +++

Turn-Superstar Simone Biles wird bei den Olympischen Spielen in Tokio noch einmal an den Start gehen. Die 24-Jährige bestätigte am Montag ihre Teilnahme am Schwebebalken-Finale an diesem Dienstag. "Wir freuen uns sehr, dass wir mitteilen können, dass wir morgen zwei US-Athletinnen im Finale am Schwebebalken sehen werden - Sunisa Lee UND Simone Biles", schrieb der US-Turnverband auf Twitter. Das Schwebebalken-Finale ist erst der zweite Auftritt von Biles bei den Spielen in Tokio. Zuvor hatte die viermalige Olympiasiegerin von Rio de Janeiro wegen mentaler Probleme auf die Entscheidungen im Mehrkampf, am Boden, am Stufenbarren und im Sprung verzichtet. Den Mannschafts-Wettkampf hatte die 19-malige Weltmeisterin nach nur einem Gerät abgebrochen und anschließend ihre mentalen Probleme öffentlich gemacht.

+++ Wasserspringen: Fahnenträger Hausding scheitert im Vorkampf +++

Die Olympia-Karriere von Patrick Hausding ist früher zu Ende gegangen als erwartet. Der Wassersprung-Rekordeuropameister schied am Montag in Tokio im Vorkampf vom Drei-Meter-Brett überraschend aus. 364,05 Punkte reichten nicht für das Halbfinale am Dienstag. In Rio de Janeiro hatte Hausding in dieser Disziplin noch die Bronzemedaille gewonnen. Sicher weiter kam der Dresdner Martin Wolfram mit 444,50 Punkten. Vorkampfbester war der Chinese Wang Zongyuan mit 531,30 Zählern. Fahnenträger Hausding durfte sich in Tokio vor dem missglückten Vorkampf vom Montag zusammen mit Lars Rüdiger über die Bronzemedaille im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett freuen. Insgesamt stehen drei olympische Medaillen in seiner Bilanz. Für den Berliner waren diese Sommerspiele die vierten und letzten. Ob er im kommenden Jahr noch an der WM teilnimmt, ist offen.

Patrick Hausding

Patrick Hausding imago images/Agencia EFE

+++ Doppelsieg für Chinas Turner an den Ringen +++

Chinas Turner haben in Tokio einen Doppelsieg an den Ringen gefeiert. Der 27-jährige Liu Yang gewann am Montag im Ariake Gymnastics Center Gold mit 15,500 Punkten vor seinem zwei Jahre älteren Landsmann You Hao, dessen Übung mit 15,300 Zählern bewertet wurde. Der Grieche Eleftherios Petrounias, Olympiasieger 2016 in Rio de Janeiro, wurde mit 15,200 Punkten Dritter. Deutsche Turner hatten sich für das Finale nicht qualifiziert.

+++ Bahnrad: Friedrich/Hinze fahren um Gold +++

Die deutschen Bahnrad-Weltmeisterinnen Lea-Sophie Friedrich (Dassow) und Emma Hinze (Cottbus) haben das olympische Finale im Teamsprint erreicht und damit bereits Silber sicher. Das Duo qualifizierte sich im Vorlauf gegen die Ukrainerinnen Ljubow Bassowa/Olena Starykowain in der deutschen Rekordzeit von 31,905 Sekunden für das Rennen um Gold (11.09 Uhr MESZ). Gegnerinnen sind dort die Chinesinnen, die mit Olympiasiegerin Zhong Tianshi und ihrer Anfahrerin Bao Shanju in 31,804 Sekunden einen Weltrekord aufstellten.

+++ Bahnrad: Vierer der Frauen fährt Weltrekord +++

Der deutsche Bahn-Vierer der Frauen hat bereits in der Qualifikation der Mannschaftsverfolgung bei den Olympischen Spielen in Tokio für einen Paukenschlag gesorgt: Lisa Klein, Mieke Kröger, Lisa Brennauer und Franziska Brauße stellten einen neuen Weltrekord auf.

+++ Schießen: Reitz verpasst Edelmetall +++

RiChristian Reitz hat das medaillenlose Abschneiden der deutschen Sportschützen nicht verhindern können. Der Schnellfeuerspezialist kam über die 25-Meter-Distanz im letzten Schießwettbewerb der Spiele lediglich auf Rang fünf. Gold mit olympischem Rekord holte der Franzose Jean Quiquampoix, Silber ging an den Kubaner Leuris Pupo. Der Chinese Yuehong Li gewann die Bronzemedaille. Für den Deutschen Schützenbund gab es in Tokio mit Bronze durch die Bogenschützinnen somit nur eine einzige Medaille.

Die deutschen Medaillengewinner von Tokio

+++ Segeln: Zu wenig Wind sorgt für Absage +++

Zu schwache Winde haben zur Absage der olympischen Segel-Wettfahrten am Montag vor Enoshima geführt. Betroffen davon waren auch die Medaillenrennen der 49er FX der Frauen mit Tina Lutz und Susann Beucke (Holzhausen/Strande) und der 49er der Männer mit Erik Heil und Thomas Plößel (Kiel/Hamburg). Die beiden deutschen Crews liegen im Kampf um Edelmetall in ihren Klassen in aussichtsreicher Position. Die entscheidenden Wettfahrten sollen nach Angaben der Organisatoren am Dienstag nachgeholt werden.

+++ Schießen: Reitz mit Bestwert ins Finale +++

Rio-Olympiasieger Christian Reitz hat das olympische Finale mit der Schnellfeuerpistole erreicht. Den zweiten Teil der zweitägigen Qualifikation schloss der 34 Jahre alte Polizeioberkommissar aus Regensburg, der für den SV Kriftel an den Start geht, am Montag auf Platz eins mit 291 Ringen ab. Damit kletterte er mit 587 Gesamtringen in der Qualifikation von Platz drei auf Rang eins.

Vereinskollege Oliver Geis verpasste wie schon in Rio 2016 das Finale der besten Sechs. Er kam nur auf Rang 13. Der Finalwettkampf beginnt um 7.30 Uhr. 

+++ Ringen: Schell verliert Viertelfinale +++

Ringerin Anna Schell ist Viertelfinale ausgeschieden und muss auf Bronze hoffen. Einen Tag vor ihrem 28. Geburtstag besiegte die Athletin vom SC Isaria Unterföhring zunächst im Achtelfinale der Gewichtsklasse bis 68 Kilogramm die Ägypterin Enas Ahmed mit 7:0. Die nächste Gegnerin der WM-Dritten von 2019 war Ex-Weltmeisterin Alla Cherkassova aus der Ukraine, gegen die Schell allerdings deutlich mit 0:6 verlor. 

Am japanischen Abend (ab 13.55 Uhr MESZ) ringt die Krefelderin Aline Rotter-Focken in der Klasse bis 76 Kilogramm gegen die topgesetzte Amerikanerin Adeline Gray um Gold. Mit ihrem Finaleinzug hatte die Weltmeisterin von 2014 am Sonntag für die erste deutsche Olympia-Medaille im Frauen-Ringen überhaupt gesorgt. 

+++ Tentoglu siegt im Weitsprung dramatisch +++

Keine 24 Stunden nach dem olympischen Hochsprung endete auch das Weitsprung-Finale dramatisch. Erst im sechsten und letzten Versuch flog der griechische Europameister Miltiadis Tentoglou, der bis dahin Vierter war, auf 8,41 m und egalisierte damit die Weite des seit dem dritten Durchgang führenden Kubaners Juan Miguel Echevarria. Aufgrund des besseren zweiten Versuchs sicherte sich die Grieche letztlich den Olympiasieg.  

+++ Leichtathletik: Kwayie über die 200 m im Semifinale +++

Lisa Marie Kwayie aus Berlin-Neukölln ist über die 200 Meter bei den Olympischen Spielen in Tokio ins Halbfinale gesprintet. Die 24-Jährige überstand in 23,14 Sekunden als Vierte ihren Vorlauf. Sie war am Montag eine der drei Zeitschnellsten. Die Mannheimerin Jessica-Bianca Wessolly (23,41) kam dagegen nicht weiter. Die Bestzeit in den Vorläufen holte sich die erst 18-jährige Christine Mboma. Die Sprinterin aus Namibia stellte in 22,11 Sekunden einen U-20-Weltrekord auf.

Ebenfalls im Halbfinale sind die Gold-Mitfavoritinnen Shelly-Ann Fraser-Pryce und 2016er Olympiasiegerin Elaine Thompson-Herah aus Jamaika sowie Shaunae Miller-Uibo von den Bahamas. Thompson-Herah hat in Tokio schon die 100 Meter gewonnen.

+++ Leichtathletik, 1500 m: Hassan stürzt und siegt +++

Die niederländische Top-Läuferin Sifan Hassan hat eine Demonstration ihres außergewöhnlichen Könnens abgeliefert. Im Vorlauf über die 1500 m am Montagmorgen stürzte die Weltmeisterin, die wie von ihr bekannt am Ende des Feldes unterwegs war, eingangs der letzten Runde. Doch Hassan rappelte sich auf und gewann am Ende trotz rund 50 Metern Rückstand sogar noch in 4:05,17 Minuten  und erreichte damit das Halbfinale am Mittwoch (12.00 Uhr MESZ).

Caterina Granz (Berlin) rutschte als Neunte ihres Vorlaufs in 4:06,22 gerade noch als eine der sechs Zeitschnellsten ins Halbfinale, die deutsche Meisterin Hanna Klein (Tübingen) schied als Letzte ihres Vorlaufes aus. 

Souverän ins Halbfinale: Das Duo Brendel/Hecker.  Getty Images

+++ Kanu: Brendel/Hecker souverän im Halbfinale +++

Kanu-Ass Sebastian Brendel und Olympia-Debütant Tim Hecker haben zum Auftakt im Canadier-Zweier ihre Titel-Ambitionen unterstrichen. Das deutsche Duo gewann dank eines starken Schlussspurts am Montag seinen Vorlauf über 1000 Meter und qualifizierte sich so direkt für das Halbfinale am Dienstag (2.44 Uhr). Brendel/Hecker gelten als eine von mehreren Gold-Hoffnungen unter den deutschen Rennsport-Paddlern. Im ungarischen Szeged hatten beide im Mai den ersten Weltcupsieg in dieser Konstellation gefeiert.

Der Deutsche Kanu-Verband will in Tokio an die großen Erfolge aus Rio de Janeiro vor fünf Jahren anknüpfen. Damals holten die Paddler vier Mal Gold und insgesamt sieben Podestplätze - die stärkste olympische Ausbeute seit Athen 2004.

+++ Wetterkapriolen: Erst große Hitze, dann Gewitter? +++

Der Montag überraschte die olympischen Athleten mit großer Hitze schon früh am Morgen. Um 9 Uhr Ortszeit hatte es bereits satte 35 Grad im Schatten. Für den Mittag und Nachmittag wird dann mit teils heftigen Gewittern gerechnet. 

+++ Beachvolleyball: Ludwig/Kozuch nun gegen US-Duo +++

Laura Ludwig und Margareta Kozuch treffen im Viertelfinale auf das US-Duo April Ross/Alix Klineman. Die Amerikanerinnen gewannen am Montag ihr Achtelfinale gegen Lidianny Echevarria Benitez/Leila Consuelo Martinez Ortega aus Kuba mit 2:0 (21:17, 21:15).

Ludwig/Kozuch waren am Sonntag durch ein 2:1 (21:19, 19:21, 16:14) gegen die Brasilianerinnen Agatha Bednarczuk und Eduarda Santos Lisboa in die Runde der letzten Acht eingezogen. Das Viertelfinale findet am Dienstag statt.

Nun gegen ein US-Duo: Laura Ludwig und Margareta Kozuch (re.).  imago images

+++ Nach Gold: Zverev erwägt kurze Turnierpause +++

Olympiasieger Alexander Zverev erwägt, nach seinem Gold-Coup eine kurze Turnier-Auszeit zu nehmen. "Ich muss normalerweise nach Kanada fliegen. Ich weiß nicht, ob ich das tun werde", sagte der beste deutsche Tennisspieler nach seinem Finalerfolg bei den Sommerspielen. "Ich werde mir vielleicht ein, zwei Wochen Zeit nehmen und vielleicht ein paar Turniere ausfallen lassen. Das ist doch ein besonderer Moment für mich. Aber bei den US Open bin ich wieder dabei." Schon am Montag steht der Rückflug in die Heimat an.

Die ATP-Tour geht in Nordamerika weiter, in der kommenden Woche beginnt im kanadischen Toronto ein Masters-1000-Event. Die US Open als letztes Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison gehen am 30. August los.

+++ Speerwurf: Vetter macht sich Nachwuchssorgen +++

Der deutsche Speerwurf-Star Johannes Vetter befürchtet einen "Leistungsknick" in den kommenden Jahren wegen der Einschränkungen der Corona-Pandemie. "Die Vereine haben Mitglieder und eine Menge Einnahmen verloren. Das trifft die Nachwuchsathleten und die, die den Schritt in die Weltspitze vollziehen wollten", sagte der 28-Jährige im Interview der "Rheinischen Post" (Montag). "Wir Kader-Athleten konnten trainieren, die anderen haben erst spät von dieser Ausnahmeregelung profitiert. Ich glaube, dass es einen Leistungsknick in den nächsten Jahren geben könnte. Dem müssen wir jetzt entgegenwirken."

Der Weltmeister von 2017 geht als Topfavorit in den Speer-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen in Tokio. Die Qualifikation beginnt an diesem Mittwoch (3.05 Uhr MESZ). 

+++ Zehnkampf: Schenk traut Kaul viel zu +++

Christian Schenk, Olympiasieger von 1988, traut dem Mainzer Zehnkämpfer Niklas Kaul zu, seine Nachfolge bei den Tokio-Spielen anzutreten. "Als Weltmeister hat er bereits seine Größe gezeigt. Jetzt gilt es, seine sehr guten Techniken in den zehn Disziplinen in Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer umzusetzen", sagte Schenk der Deutschen Presse-Agentur. Er habe zu seiner Zeit nach dem Motto trainiert: Wettkampf ist das Abrufen von Bewegungsmustern in Stresssituationen. "Ich glaube, darin liegt seine größte Stärke."

Allerdings gebe es nach der langen Pandemie-Pause eine Unsicherheit für den 23-jährigen Kaul. "Vielleicht wird seine Physis nicht ausreichen, denn die letzten zwei Jahre harter Arbeit wurden leider durch eine Armverletzung unterbrochen: Trotzdem glaube ich, seine mentale Kraft und Schlitzohrigkeit wird ihm helfen." Der zweitägige olympische Zehnkampf startet am Dienstag.

kon/dpa/sid

Wasser, Luft, Sand - und andächtiger Jubel