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Hartes Stück Arbeit: Zverev im Achtelfinale der French Open

Djokovic und Nadal haben's eilig

Hartes Stück Arbeit: Zverev im Achtelfinale der French Open

Eine Runde weiter: Alexander Zverev.

Eine Runde weiter: Alexander Zverev. Getty Images

Zverev hatte zum Start Probleme, deutete an, dass der Griff seines Schlägers zu glitschig sei - und musste gleich in seinem ersten Service Game Breakbälle abwehren. Es entwickelte sich ein enger erster Satz, in dem sowohl Zverev als auch Brandon Nakashima (USA) gut spielten. Der Amerikaner brachte viele Bälle zurück, während Zverev Probleme mit seiner Vorhand hatte. Weil sich beide Spieler bei eigenem Aufschlag keine weiteren Schwächen leisteten, wurde der erste Satz im Tie-break entschieden. In diesem behielt der erfahrenere Zverev letztlich mit 7:2 die Oberhand.

Es war alles andere als ein leichter Satzgewinn, das zeigt allein schon die Tatsache, dass der erste Durchgang geschlagene 56 Minuten dauerte. Und auch danach blieb es zäh, wenngleich die deutsche Nummer 1 mehr und mehr Zugriff bekam. Ärgern musste sich Zverev aber im vierten Spiel des zweiten Satzes, als er zwei Breakbälle verschlug, einen sehr leichtfertig - den dritten Breakball nutzte der Olympiasieger mit einer starken Rückhand longline zum 3:1. Das war dann auch der Knackpunkt in diesem Durchgang, den Zverev mit 6:3 eintütete.

Nakashima steckte nicht auf, bewies Kämpferherz und profitierte davon, dass Zverev es im dritten Durchgang phasenweise zu locker anging. Die Ballwechsel wurden wieder länger, das Niveau des Spiels so lala - ein Breaks gab es auf jeder Seite. Es ging zum zweiten Mal in diesem Match in den Tie-break. In diesem bewies Zverev einmal mehr stärkere Nerven und nutzte nach 69 Minuten mit einer bärenstarken Rückhand seinen ersten Matchball zum 7:6 (7:2), 6:3, 7:6 (7:5).

Im Achtelfinale trifft Zverev nun auf ein unbeschriebenes Blatt, Bernabe Zapata Miralles. Der Weltranglisten-131., der über die Qualifikation das Hauptfeld erreicht hatte, schaltete nach seinem Zweitrundenerfolg über Taylor Fritz mit John Isner bereits den zweiten gesetzten Spieler aus - gegen den Aufschlagriesen aus den USA setzte sich der Spanier in fünf Sätzen mit 6:4, 3:6, 6:4, 6:7, 6:3 durch.

Djokovic und Nadal weiter ohne Satzverlust

Novak Djokovic und Rafael Nadal zeigten sich zuvor weiter in Topform - beide blieben ohne Satzverlust. Nadal bezwang Botic van de Zandschulp (Niederlande) 6:3, 6:2, 6:4, feierte seinen 301. Sieg bei einem Grand Slam und blieb bei den French Open weiter ohne Satzverlust. Der Spanier sprach anschließend von seinem bislang "besten Match bei diesem Turnier". Ohne Satzverlust ist bislang auch Djokovic. Der Serbe hatte beim 6:3, 6:3, 6:2 über Aljaz Bedene aus Slowenien keine echten Probleme.

Im Achtelfinale warten auf beide Topstars nun aber kniffligere Aufgaben. Nadal trifft auf den Kanadier Felix Auger-Aliassime (7:6, 7:6, 7:5 gegen Filip Krajinovic), der von niemand geringerem als Nadals Onkel Toni betreut wird. Djokovic wiederum bekommt es mit Diego Schwartzman zu tun. Der ausgewiesene Sandplatzspezialist aus Argentinien zeigte beim 3:0 gegen Grigor Dimitrov (6:3, 6:1, 6:2) wie wohl er sich auf Asche fühlt.

Leicht und locker ins Achtelfinale zog auch Carlos Alcaraz, der sich in drei Sätzen gegen Sebastian Korda aus den USA behauptete. 6:4, 6:2, 6:2 hieß es am Ende für das spanische Wunderkind, das nun auf Karen Khachanov trifft. Der Russe schaltete etwas überraschend den favorisierten Briten Cameron Norrie mit 6:2, 7:5, 5:7, 6:4 aus.

drm