DFB-Pokal

Harte Linie in Mainz: Beierlorzer kritisiert Aaron scharf

"Ganz große Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit"

Harte Linie in Mainz: Beierlorzer kritisiert Aaron scharf

Harte Kritik vom Trainer: Aaron.

Harte Kritik vom Trainer: Aaron. imago images

In seinem ersten Bundesligajahr beeindruckte der 2018 von Espanyol Barcelona gekommene spanische U-21-Nationalspieler mit sechs Vorlagen in 33 Bundesligaspielen. Aufgrund seiner Defensivmängel kam Aaron auf die vergleichsweise schlechte kicker-Durchschnittsnote von 3,72. Vorige Saison waren es nur noch 22 Partien, Torvorlagen gelangen dem 23-Jährigen überhaupt nicht, der Notenschnitt sank auf 4,12.

Mittlerweile erhält Rechtsfüßer Daniel Brosinski regelmäßig den Vorzug auf der Linksverteidigerposition. In der ersten DFB-Pokal-Runde gegen den TSV Havelse (5:1) war Aaron nicht einmal mehr im 20er-Kader.

Liegt es an der Tatsache, dass die Mainzer den vor zwei Jahren für rund zehn Millionen Euro Ablöse verpflichteten Spieler gerne abgeben würden und dieser mit den Gedanken bereits woanders ist? Aus Spanien wird das Interesse von Real Betis kolportiert.

"Ich bin selten deutlich, aber da musste ich es mal sein"

"Ich kann in den Kopf von Aaron nicht reinschauen, ich kann nur beurteilen, was ich auf dem Trainingsplatz sehe. Ich habe ihm sehr deutlich gesagt, dass zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine ganz große Kluft herrscht, ich bin selten deutlich, aber da musste ich es mal sein", geht Beierlorzer mit seiner Nummer 3 hart ins Gericht.

"So kann ich mich auf einen Spieler nicht verlassen. Aber die Hoffnung ist, dass er wieder den Dreh kriegt und sein Potenzial abruft. Jeder hat schon gesehen, welche Qualität er auf den Platz bringen kann", erläutert der Trainer. Das Problem für Mainz ist: Durch seine aktuellen Trainingsleistungen schmälert Aaron auch seinen Transferwert. Falls er nicht aufläuft, lässt er sich noch schwerer vermitteln, als es wegen das allgemeinen Preisverfalls aufgrund der Corona-Pandemie ohnehin der Fall ist.

Michael Ebert

Viele neue Chefs: Das sind die Kapitäne der Bundesligisten