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"Harte Fakten negiert": DFB übt deutliche Kritik an Bundes-Notbremse

Amateurfußball wartet sehnsüchtig auf Lockerungen

"Harte Fakten negiert": DFB übt deutliche Kritik an Bundes-Notbremse

Sind abermals unzufrieden darüber, dass die Politik dem Amateurfußball nicht mehr Freiheiten zugesteht: DFB-Präsident Fritz Keller (rechts) und "Vize" Rainer Koch

Sind abermals unzufrieden darüber, dass die Politik dem Amateurfußball nicht mehr Freiheiten zugesteht: DFB-Präsident Fritz Keller (rechts) und "Vize" Rainer Koch IMAGO / Revierfoto

"Harte Fakten" wurden ignoriert, "schwer nachvollziehbare Entscheidungen" getroffen - insgesamt fehlen "Augenmaß und Fingerspitzengefühl": Die bundesweite Corona-Notbremse hat die Spitzen des deutschen Sports auf den Plan gerufen. Denn aus Sicht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) - auch auch des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) - sind die Freizeitsportlicher mehr oder minder wieder hinten heruntergefallen. Allenfalls für Kinder unter 14 Jahren gibt es die Möglichkeit in Kleingruppen zu trainieren, kontaktlos versteht sich.

DFB-Präsident Fritz Keller betonte in einem Statement daher ein weiteres Mal: "Wer draußen Fußball spielt, gefährdet seine Gesundheit nicht, ganz im Gegenteil: Er stärkt sie." Freiluftsport solle daher "unter Einhaltung der bewährten Hygienekonzepte endlich wieder umfassender ermöglicht werden", sagte Keller und sprach von "schwer nachvollziehbaren Entscheidungen allein auf der Basis von Inzidenzwerten". Keller weiß im Kampf für weitreichende Lockerungen seinen für den Amateurfußball zuständigen Vizepräsidenten Rainer Koch an seiner Seite. Koch vermisst den "in unseren Augen längst überfälligen Schritt in die richtige Richtung", die Regeln seien "das Gegenteil: Nahezu alle Experten-Meinungen und harten Fakten wurden erneut negiert."

Koch befürchtet langfristige gesellschaftliche Schäden: "Der Sport gibt Menschen Bewegung und Lebensfreude zurück, ganz besonders Kindern und Jugendlichen. Das bleibt ihnen mit dieser Regelung faktisch verwehrt und hat drastische Folgen - für Körper und Psyche, aber auch für den Unterbau in unseren Vereinen."

stw / sid

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