Basketball

NBA: James Harden deutet Abschied von den Houston Rockets an

Nach neuerlicher Niederlage gegen die Lakers

Harden deutet Abschied an: "Probleme können nicht gelöst werden"

Sieht seine Zukunft woanders: James Harden.

Sieht seine Zukunft woanders: James Harden. Getty Images

Eine ohnehin schon schwierige Situation scheint am Dienstagabend, wie es der Hauptdarsteller selbst zusammenfasste, "unlösbar" geworden zu sein. Nach der zweiten Niederlage gegen die Lakers innerhalb von drei Tagen (100:117) stellte sich ein völlig resignierter James Harden den Fragen der Reporter - und wurde sehr deutlich.

"Wir sind nicht einmal nah dran", kritisierte der Rockets-Superstar sein eigenes Team. "Ich meine das so, und das gilt nicht nur für die Lakers, sondern auch für andere gute Teams. Wir sind einfach nicht gut genug, sei es das Talent oder unser Zusammenspiel, in allen Belangen."

Harden wollte Houston schon vor Saisonbeginn verlassen

Harden, seit 2012 in Houston und eigentlich das Franchise-Gesicht, hatte schon vor Beginn der Saison durchsickern lassen, dass er seine Zukunft woanders sieht als in Texas; als Wunschdestinationen des 31-jährigen Guards galten (oder gelten?) Brooklyn, Philadelphia, Miami oder Milwaukee. Teams, die Harden durch seine Ankunft sofort zum Titelanwärter machen würde.

In Houston ist das Titelfenster spätestens seit der vergangenen Offseason geschlossen. Mit Chris Paul als Backcourt-Kollege war Harden 2018 ganz nah dran, musste sich nach sieben Spielen in den Western-Conference-Finals aber doch dem Superteam der Golden State Warriors geschlagen geben.

Der Angriff klappte weder mit Paul noch mit Westbrook

Weil das Verhältnis zwischen Harden und Paul aber als schwierig galt, sorgte Erstgenannter dafür, dass Letztgenannter ausgetauscht wurde. Also wurde Paul mit seinem XXL-Vertrag nach Oklahoma City getradet, im Gegenzug kam Russell Westbrook. Auch dieses Experiment scheiterte, Westbrook spielt inzwischen in Washington DC. Und Harden möchte unbedingt weg.

Die Worte, die er kurz vor dem Verlassen des Podiums am Dienstagabend wählte, klangen eindeutig wie ein Abschied: "Ich liebe diese Stadt. Ich habe alles gegeben, was ich habe. Diese Situation ist verrückt, und die Probleme können nicht gelöst werden." Harden stand auf und ging.

Wall: "Wenn alle mitziehen würden..."

Als sein aktueller Backcourt-Kollege John Wall wenige Minuten später auf Hardens Kommentare angesprochen wurde, antwortete auch er im Laufe seiner Pressekonferenz deutlich: "Wenn alle 15 Spieler mitziehen würden, wäre alles in Ordnung. Wenn aber gewisse Typen nicht mitziehen wollen, dann wird es schwer, etwas zu erreichen, und das schmerzt."

mkr