Bundesliga

Bremens Hansen-Aaröen über Gründe und Perspektiven seines Wechsels

Werder-Zugang über Männer-Fußball, ManUnited und Tattoos

Hansen-Aaröen: "Hoffentlich macht es Spaß, mir zuzuschauen"

Vorgestellt beim SV Werder Bremen: Isak Hansen-Aaröen.

Vorgestellt beim SV Werder Bremen: Isak Hansen-Aaröen. IMAGO/Nordphoto

Am vergangenen Samstag fehlte er noch im Kader des SV Werder Bremen, den 1:0-Sieg beim 1. FSV Mainz verfolgte Isak Hansen-Aaröen vor dem Fernseher im Hotelzimmer - der norwegische U 21-Nationalspieler war ja erst zwei Tage zuvor aus der U 21 von Manchester United verpflichtet worden. "Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Drei Siege aus jetzt drei Spielen - das ist gut", sagte der 19-Jährige über seine ersten Eindrücke am Dienstag, bei seiner offiziellen Vorstellung am Osterdeich.

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Am Nachmittag startete Hansen-Aaröen dann mit Werder in die neue Trainingswoche, die im besten Fall mit seiner ersten Kadernominierung für das Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim enden könnte. Zwar sprach Ole Werner am vergangenen Wochenende noch davon, dass man mit dem Neuzugang "ein langfristiges Projekt" vorhabe und "er noch ein bisschen Zeit braucht", allerdings deutete der Bremer Cheftrainer ebenfalls das Potenzial des offensiven Mittelfeldspielers an: "Er ist einfach sehr talentiert. Und wer weiß, vielleicht steht er demnächst auch schon mal irgendwo auf dem Platz …"

Hansen-Aaröen bei Werder: "Zeigen, wie gut ich bin"

Hansen-Aaröen, der bei Werder einen Vertrag bis 2027 unterschrieben hat, erklärte hinsichtlich des kommenden Bundesligaspiels jedenfalls: "Ich bin bereit. Wichtig ist, dass ich im Training jedem zeige, was ich kann, Tag für Tag. Und dann liegt es am Coach, aber ich versuche ihn natürlich zu überzeugen." In Bremen erhofft sich der Jung-Profi, endgültig den Schritt "in den Männer-Fußball" zu schaffen: "Das ist es, was ich will und was mich hierherkommen hat lassen."

Für die Profis von Manchester United reichte es in den rund dreieinhalb Jahren in England für keinen Pflichtspieleinsatz, nachdem Hansen-Aaröen im September 2020 in die Jugendabteilung des Klubs gewechselt war: "Der Schritt hat mein Leben verändert, als ich 16 war", berichtete der Norweger: "Aber jetzt bin ich 19. Es war an der Zeit für mich, den nächsten Schritt zu machen und zu einem Klub zu wechseln, wo ich mehr Chancen bekomme - und wo ich zeigen kann, wie gut ich bin. Ich wollte mehr spielen."

"Ich denke nicht nur an Fußball den ganzen Tag"

Auf dem Platz, führte der Neu-Bremer aus, "mag ich es, den Ball zu haben", um das Spieltempo zu bestimmen und eine Partie zu beruhigen oder mit seiner Mannschaft zu attackieren. Hansen-Aaröen charakterisiert sich selbst als einen "technischen Spieler", der gerne ins Dribbling geht: "Hoffentlich macht es Spaß, mir zuzuschauen", lautet die Maßgabe, die er sich auferlegt hat.

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Er selbst hingegen hat auch Spaß an anderen Hobbys, Golf zum Beispiel. Nach dem Training versucht er jedenfalls bewusst abzuschalten, "to disconnect", wie er sagt: "Ich denke nicht nur an Fußball den ganzen Tag." Ein ehemaliger Profi hat es ihm trotzdem angetan: David Silva, wegen der "Art und Weise, wie er gespielt hat" - übrigens ausgerechnet für United-Rivale Manchester City. Apropos: Zu seinem Landsmann und City-Stürmerstar Erling Haaland bestand in Manchester "kein Kontakt".

Und dann sind da ja noch die vielen Tattoos auf Hansen-Aaröens Körper. "Ich mochte Tattoos schon immer, wollte immer welche haben", erklärte er. Das erste war ein Tiger, den er sich mit 16 hat stechen lassen. "Die meisten Tattoos sehen einfach gut aus und besitzen keine Bedeutung. Zumindest eines hat einen Bezug zu meiner Familie." Werder bezeichnete Hansen-Aaröen da passenderweise als: "familiären Verein".

Tim Lüddecke

Bilder zur Partie 1. FSV Mainz 05 gegen Werder Bremen