2. Bundesliga

Hannovers Hübers: "Ich könnte kotzen"

96 verliert das Verfolgerduell nach einem Eigentor

Hannovers Hübers: "Ich könnte kotzen"

Hannovers Timo Hübers war - wie hier schon in Fürth - einmal mehr tief enttäuscht.

Hannovers Timo Hübers war - wie hier schon in Fürth - einmal mehr tief enttäuscht. imago images

Die Formkurve der Niedersachsen gleicht einer Sinuskurve: Sieg und Niederlage wechselten sich in den letzten vier Spielen regelmäßig ab. Richtungsweisend war allerdings das 0:1 im Wildpark gegen den zuvor noch punktgleichen KSC. Der Rückstand auf die Aufstiegsränge beträgt deshalb schon sieben Punkte.

"Ich glaube nicht, dass man hier von einem verdienten Sieg reden kann", sagte Hannovers Innenverteidiger Timo Hübers angesichts von 17:8 Torschüssen zu Gunsten der Roten. "Das Spiel war aus meiner Sicht ausgeglichen. Ein Unentschieden wäre drin gewesen. Wir haben heute einmal bei einem Standard gepennt. Ich könnte kotzen."

Schindler-Eigentor entscheidet das Verfolgerduell

Es war die 65. Spielminute, in der Karlsruhes Linksfuß Philip Heise eine Ecke von rechts auf den ersten Pfosten drehte. Dort passte die Kommunikation bei Hannover nicht: Während Kingsley Schindler den Ball über seinen Kopf ins eigene Tor rutschen ließ, sprang Torwart Michael Esser ins Leere. "Wir wussten um die Stärke des KSC nach Standards und auch, dass sie den Ball auf den ersten Pfosten spielen. Es ist immer unangenehm, wenn der Ball dann verlängert wird. Das können wir jetzt nicht mehr ändern, aber natürlich ist es ärgerlich."

Zumal 96 selbst gute Möglichkeiten hatte. "Wir hatten unsere Chancen und konnten sie nicht nutzen", haderte Esser. "Wir haben alles riskiert und mit Henne nochmal die Riesenchance zum Ausgleich gehabt", spielte Trainer Kenan Kocak auf den Hochkaräter in der 80. Minute an, als Sturmtank Henrik Weydandt frei vor dem Tor an KSC-Keeper Marius Gersbeck scheiterte. "Natürlich sind wir sehr enttäuscht", so Kocak.

Platz für viele Gedanken im Bus

Die knapp 500 Kilometer lange Rückfahrt nach Hannover jedenfalls wollte Esser direkt nutzen: "Die Heimfahrt wird sicher nicht schön und sehr lang. Aber so können wir über das Spiel nachdenken und das eine oder andere schon aufarbeiten, um dann am Montag wieder drei Punkte zu holen."

Um 20.30 Uhr ist 96 dann gegen den VfL Osnabrück gefordert und möchte die Sinus-Formkurve wieder ansteigen lassen.

cru

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