Formel 1

Hamiltons Comeback? Fragen und Antworten zum Großen Preis von Großbritannien

Rennen in Silverstone bietet jede Menge Tradition

Hamiltons Comeback? Fragen und Antworten zum Großen Preis von Großbritannien

In Silverstone geht es am Wochenende wieder zur Sache.

In Silverstone geht es am Wochenende wieder zur Sache. imago images/Every Second Media

Was steht an?

Ein absoluter Klassiker - Silverstone. Das zehnte Rennen der Saison (Sonntag, 16.00 Uhr/Sky und RTL) steigt auf einer der traditionsreichsten Formel-1-Strecken überhaupt, hier stieg 1950 auch das erste Rennen auf einem ehemaligen Militärflughafen aus dem Zweiten Weltkrieg. Kurven wie Maggotts, Becketts, Chapel oder Copse lassen die Herzen der Fahrer und Fans höher schlagen.

Hat Lewis Hamilton einen Heimvorteil?

Acht Mal konnte der Rekordweltmeister schon in Silverstone gewinnen - so oft wie kein anderer. Doch in diesem Jahr schwächelt der Mercedes, Hamilton spielt im Kampf um den Titel (noch) keine Rolle. Aber: Die Seriensieger von einst kriegen ihre Probleme langsam in den Griff. Hamilton ist vor seinen eigenen Fans so motiviert, wie man es nur sein kann. "Silverstone ist so ein bedeutsames Rennen für mich persönlich. Ich will da mit ihnen (Max Verstappen und Charles Leclerc, d. Red.) einfach auf Augenhöhe sein", sagte der 37-Jährige.

Wie sieht es in der WM aus?

Nach seinem Stotterstart in die Saison liegt Weltmeister Verstappen (Red Bull) im Kampf um den Titel mittlerweile souverän in Führung, sodass sich sein Ferrari-Rivale Leclerc schon in Galgenhumor flüchten muss. "49 Punkte, das sind nur zwei Siege", sagte der Monegasse lachend. Doch natürlich will Leclerc, hinter Verstappens Teamkollege Sergio Perez plötzlich nur noch WM-Dritter, fest daran glauben, dass ihm die Wende gelingt: "Wenn wir alles rausholen, haben wir das Potenzial für ganz vorne."

Was ist für Mick Schumacher und Sebastian Vettel drin?

Endlich die ersten Punkte - das ist natürlich Schumachers großes Ziel. "Dann halt ein andermal", hatte der 23-Jährige in Kanada gesagt, als er von Rang sechs aussichtsreich gestartet war, dann aber sein Haas streikte. Weil der Bolide eher unzuverlässig ist, wird es für Schumacher auch auf der Insel schwierig. Vettels Aston-Martin-Team hat dem Ex-Weltmeister weitere Upgrades versprochen, um weiter nach vorne zu kommen.

Und sonst?

Mercedes gegen den Rest - der Streit um die technische Direktive des Weltverbandes FIA zum Thema Porpoising dürfte in die nächste Runde gehen. Stand jetzt soll ab dem dritten freien Training in Silverstone nun überprüft werden, ob die Teams die Vorgaben zum Verringern des Hüpfens der Wagen auch umsetzen. Mercedes könnte so aufholen, befürchten die Gegner. Silberpfeil-Teamchef Toto Wolff sprach von einem Designproblem, das alle betreffe. Einige Teamchefs versuchten aber, "politische Spielchen zu treiben", um ihren sportlichen Vorteil zu bewahren.

sid