2. Bundesliga

Hamburger Ekstase in Hannover: Meffert findet's "tausendmal geiler"

Der HSV-Push vor der blau-weiß-schwarzen Wand

Hamburger Ekstase in Hannover: Meffert findet's "tausendmal geiler"

Der HSV jubelt in Hannover.

Der HSV jubelt in Hannover. IMAGO/Joachim Sielski

Es sind Momente, die eine ganze Saison verändern können. Oder aber, die einem Tabellenführer den Push geben können, den eingeschlagenen Weg in Richtung Bundesliga mit noch mehr Wucht und Überzeugung beschreiten zu können. Ein Moment wie am Freitagabend in Hannover, als Ransford Königsdörffer die fast 90-minütige HSV-Dominanz in einen Sprint packte, über den halben Platz donnerte und das 2:1 in der Nachspielzeit erzielte. Der 21-Jährige rannte mit der puren Entschlossenheit dieser blau-weiß-schwarzen Wand entgegen, rund 10.000 Hamburger sahen den Sieg immer näher kommen und explodierten schließlich vor Freude. Wie auch Trainer Tim Walter, den es wie alle anderen, die zum HSV-Tross gehörten, nicht mehr in der Coaching Zone hielt.

Spielbericht

Ein Sieg, den die Hanseaten in den 90 Minuten zuvor schon aufgrund ihrer Dominanz (17:3 Torschüsse, 67:33 Prozent Ballbesitz) hätten herausschießen müssen. Wäre es beim Remis geblieben, hätten sie zwei Punkte liegengelassen. Das aber interessierte am Ende aber niemanden mehr. "Wir hätten 2:0, 3:0 gewinnen können, ohne dass sich der Gegner beschweren kann", sagte Jonas Meffert, der den tatsächlichen Spielverlauf aber dankend annahm: "So ist es tausendmal geiler."

Der fünfte Auswärtssieg im fünften Auswärtsspiel hält den HSV kräftig auf Kurs in Richtung Oberhaus, auf die Ekstase ließen aber alle Beteiligten direkt wieder den Fokus und die Demut folgen. "Es sind erst zehn Spiele gespielt", verweist Meffert auf die erst zu rund einem Drittel absolvierte Saison und erinnert an das Vorjahr: "Ich kann mich erinnern, wer letztes Jahr nach der Hinrunde Erster und Zweiter war, die sind nicht aufgestiegen." Korrekt: St. Pauli und Darmstadt führten seinerzeit die Tabelle an und sind weiterhin in der 2. Liga dabei.

Gleichwohl kann der Sechser sich nicht dagegen wehren, dass die Hamburger Auftritte mächtig Mut machen für den Aufstiegskampf. "So", erkennet auch Meffert, "spielt eine Spitzenmannschaft." Und: "Durch den Sieg ist die Mega-Euphorie da." Entfacht durch diesen einen Moment des Ransford Königsdörffer.

Thomas Hiete

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