DFB-Pokal

Halle kann nicht in Dessau spielen

Abgerissenes Stadion und Sicherheitsbedenken

Halle kann nicht in Dessau spielen

Eintracht-Coach Armin Veh

Armin Veh muss mit der Eintracht in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen Halle spielen. Doch der Spielort ist weiterhin unklar. imago

Die Partie zwischen Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt und dem Halleschen FC wird sollte eigentlich am 30. Juli (15.30 Uhr) in Dessau im Paul-Greifzu-Stadion über die Bühne gehen. Wie die Hessen am Donnerstag mitteilten, war der Umzug notwendig, weil das Stadion des Regionalligisten aus Sachsen-Anhalt aufgrund eines Neubaus abgerissen wurde und erst im September wieder nutzbar sein wird.

Doch am Mittwoch platzte diese Umzugs-Lösung. "Das Spiel ist eines mit besonderer Risikoeinstufung, eine außergewöhnliche Gewaltbereitschaft ist sehr wahrscheinlich", sagte Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Klemens Koschig. Darüber hinaus würde in der Stadt in Sachsen-Anhalt zeitgleich eine weitere Großveranstaltung stattfinden.

Wie die Expertenrunde im Dessau-Roßlauer Rathaus einschätzte, wäre diese Veranstaltung durch die "erhöhte Sicherheitsrisikolage" gefährdet. Nach der unerwarteten Absage wird beim Halleschen FC nun nach einer Lösung gesucht, um die Begegnung gegen den Zweitligisten bestreiten zu können.

Oberligist Anker Wismar aus Mecklenburg-Vorpommern verfügt zwar über eine bespielbare Spielstätte, allerdings entspricht diese nicht allen Sicherheitsstandards. Folglich bestreitet der Fünfligist sein DFB-Pokalspiel am 31. Juli (14.30 Uhr) gegen Bundesligist Hannover 96 auf der Lohmühle in der eigenen Partnerstadt Lübeck. Dies wurde dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) vom Präsidium des Vereins mitgeteilt.

Am Freitag gab auch Germania Windeck seinen Umzug für die erste Pokalrunde bekannt. Wegen der größeren Kapazitäten wird der Regionalligist nach Köln umziehen. Allerdings nichts ins große WM-Stadion des 1. FC, sondern in den Sportpark Höhenberg. Laut Germania-Präsident Heinz Georg Willmeroth wird das Höhenberg-Stadion bei der Partie gegen Hoffenheim rund 5000 Zuschauer fassen.