3. Liga

Halle auf Kurs Negativrekord: "Müssen an den Basics arbeiten"

Der HFC stellt die schwächste Defensive der Liga

Halle auf Kurs Negativrekord: "Müssen an den Basics arbeiten"

Halles Trainer Sreto Ristic kritisierte die Schläfrigkeit seiner Mannschaft in manchen Phasen.

Halles Trainer Sreto Ristic kritisierte die Schläfrigkeit seiner Mannschaft in manchen Phasen. IMAGO/pmk

Der Hallesche FC ist nach dem bitteren 2:3 in Verl zurück auf dem Boden der Tatsachen. Nach einer kleinen Serie von zwei Siegen am Stück mussten die Hallenser ihre achte Niederlage der laufenden Saison hinnehmen - und stecken mit 14 Punkten auf Platz 16 weiter im Abstiegskampf der 3. Liga fest. Mit nur einem Punkt Vorsprung auf den VfB Lübeck (Rang 17) steht das Team von Trainer Sreto Ristic gerade noch über dem Strich.

Außerdem besorgniserregend: Der HFC kassierte in Verl die Gegentore Nummer 29 bis 31. Das ist ein erschreckender Schnitt von 2,21 pro Partie. Hochgerechnet auf die Saison würde das 84 Gegentore bedeuten und wäre damit fast schon historisch schlecht. Mit 85 Gegentoren (Schnitt 2,24) hält Carl Zeiss Jena den Negativrekord der 3. Liga. 2019/20 waren die Thüringer mit dieser Marke abgestiegen. Geht es so weiter, droht das auch den Hallensern. "Wir laufen der Musik hinterher, weil wir zu viele Tore bekommen", so Ristic zur Defensivschwäche seiner Mannschaft.

Halles letzte Spiele in der 3. Liga:

"Mischung aus vielen Faktoren"

Die eine große Ursache sieht der Trainer für die Misere aber nicht: "Es ist eine Mischung aus vielen Faktoren. Auch in Verl waren alle Spieler über 20 Minuten nicht am Limit." Damit meint Ristic die drei Gegentore in Hälfte eins, die dem HFC letztendlich das Genick brachen.

Dabei fing das Spiel für Halle gar nicht so schlecht an: Torjäger Dominic Baumann schoss die Gäste bereits nach vier Minuten mit seinem zehnten Saisontreffer in Front. Den drei Gegentreffern der Verler innerhalb von 24 Minuten folgte zwar noch der Anschluss durch Enrique Lofolomo kurz vor dem Seitenwechsel, doch letztlich reichte es nicht mehr.

Ristic nahm, trotz der defensiven Nachlässigkeit, das gesamte Team in die Pflicht. "Wir müssen an den Basics arbeiten und dürfen uns diese Pausen im Spiel nicht mehr gönnen", so der HFC-Coach am Mikrofon von "Magenta Sport" im Anschluss an das Spiel. Halle blieb in 14 Spielen nicht einmal ohne Gegentor - das spricht eine klare Sprache.

Wegweisendes Duell mit Saarbrücken nach der Länderspielpause

Personelle Veränderungen im Einzelnen nach der Länderspielpause schloss der Trainer dennoch nicht aus. "Wir müssen abwarten, wen wir zur Verfügung haben und die bestmögliche Mischung auf den Platz bringen. Für jeden gilt das Leistungsprinzip."

Bevor es aber zum wichtigen Duell mit dem 1. FC Saarbrücken, der nur einen Zähler mehr auf dem Konto hat, kommt, muss der HFC im Landespokal Sachsen-Anhalt ran. Am Freitag (19 Uhr) gastiert Halle bei Oberligist Union Sandersdorf.

kon, Christopher Kitsche

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