Handball

EM-Halbfinale: Kroatien fordert Norwegen - Spanien gegen Slowenien

Slowenien folgt den großen Drei nach Stockholm

Halbfinalpaarungen für Stockholm stehen: Kroatien fordert Norwegen

Im Halbfinale: Domagoj Duvnjak (li.) trifft mit Kroatien auf Sander Sagosens Norweger

Im Halbfinale: Domagoj Duvnjak (li.) trifft mit Kroatien auf Sander Sagosens Norweger imago images

Slowenien steht nach 16 Jahren (2004, 25:30-Finalniederlage gegen Deutschland) wieder in einem EM-Halbfinale. Das Team des ehemaligen Flensburger Trainers Ljubomir Vranjes profitierte dabei von Ungarns Pleite gegen Portugal. Dadurch war die Mannschaft um Superstar Dean Bombac bereits vor ihrem abschließenden Hauptrundenspiel gegen Norwegen nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze der Gruppe II zu verdrängen. Gespielt wurde aber natürlich trotzdem noch: Norwegen sicherte mit einem 33:30 den Gruppensieg.

Norwegen gegen Kroatien - Slowenien trifft auf Spanien

Ljubomir Vranjes

Steht mit Slowenien im Halbfinale: Ljubomir Vranjes. imago images

Aus der deutschen Hauptrundengruppe I hatten sich ebenfalls vorzeitig Kroatien und Spanien für die Runde der besten vier Teams qualifiziert. Nach einer Aufholjagd, Domagoj Duvnjak und seine Kollegen lagen Mitte der zweiten Hälfte mit sechs Toren zurück, trennten sich die Kroaten von den Spaniern in Wien 22:22 (11:12) - die beiden EM-Mitfavoriten blieben damit auch im siebten Spiel ungeschlagen (je sechs Siege). Treffsicherster Spieler der Partie wurde der erneut überragende kroatische Spielmacher Igor Karacic (Kielce) mit zehn Toren. Karacic hatte sein Team bereits zum wichtigen Sieg gegen Deutschland geführt.

Damit stehen die beiden Halbfinalpaarungen fest: Der amtierende Europameister Spanien trifft am Freitag (18 Uhr) auf Slowenien. Im Anschluss möchte Norwegen seinen Traum vom Titel gegen Kroatien (20.30 Uhr) am Leben halten.

Schweden und Österreich sagen "Tschüss"

Co-Gastgeber Schweden schenkte seinen Fans beim 32:25 über Island zum Abschied noch einmal einen Sieg. Über den enttäuschenden vierten Platz in der Hauptrundengruppe II täuscht das Ergebnis der mit etlichen Bundesligastars gespickten Schweden dennoch nicht hinweg.

Die Österreicher trennten sich in ihrer letzten Begegnung in einer äußerst torreichen Partie unentschieden mit 36:36 von Weißrussland.

tow

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