Bundesliga

Bayern-Präsident Hainer: "Pandemie bietet eine große Chance"

Jahreshauptversammlung beim FC Bayern

Hainer: "Die Pandemie bietet eine große Chance"

Blickt optimistisch nach vorne: Bayern-Präsident Präsident Herbert Hainer.

Blickt optimistisch nach vorne: Bayern-Präsident Präsident Herbert Hainer. imago images/Philippe Ruiz

Mit der Hymne "Stern des Südens" ging es los, ehe der Hallen-DJ bei dieser Jahreshauptversammlung "Conquest of Paradise" anspielte und damit eine bemerkenswerte Präsentation einleitete: Elf Pokale - die das Profi-Team, die Basketballer, die Fußballerinnen und die Amateure in den vergangenen zwei Saisons gewonnen hatten - wurden unter Begleitung des Titelsongs von "Fluch der Karibik" in den Audi Dome im Münchner Westen getragen und den 780 anwesenden - von den insgesamt mehr als 290 000 - Mitgliedern vorgeführt.

Eine stolze Sammlung, auf die auch Präsident Herbert Hainer, der die Veranstaltung eröffnete, mehrmals hinwies. All diese Titel, so sagte er, seien der Beleg dafür, dass der FC Bayern großartig arbeite und auch "international absolut wettbewerbsfähig" sei. "Wir setzen Maßstäbe", so Hainer, "und der FC Bayern ist zudem salonfähig."

Denn im Vergleich zu manch anderen europäischen Spitzenklubs seien die Münchner "nicht fremdbestimmt und unabhängig", was sich auch daran zeigt, dass "uns die Allianz Arena und der Campus zu 100 Prozent gehört". Darüber hinaus sei der deutsche Rekordmeister schuldenfrei. Und das solle auch so bleiben. Weshalb Hainer, gemäß der Vereinstradition, ausdrücklich betont: "Die Seriosität des Wirtschaftens werden wir nie dem kurzfristigen Erfolg opfern."

Es ist nicht in Ordnung, unseren Joshua Kimmich öffentlich an den Pranger zu stellen.

Herbert Hainer

Langfristig hingegen, da sind sich die Klub-Oberen einig, müsse es das Ziel sein, den FC Bayern in dieser sportlichen Elite zu halten. Egal, wie schwierig diese Corona-Zeit sein mag, und wie sehr sie doch auch den FCB beschäftigt. Doch, so sagt der 67-Jährige, "diese Pandemie bietet auch eine große Chance für uns - wenn wir jetzt geduldig bleiben und unsere Werte bewahren. Dann bin ich davon überzeugt, werden wir am Ende ein Gewinner sein."

Unabhängig davon, dass die COVID-19-Thematik die Münchner zuletzt mehr vereinnahmte, als ihnen lieb gewesen sein kann. Impfdiskussionen, Querelen um Spieler in Quarantäne und jüngste Positivfälle bei den Profis wurden in der Öffentlichkeit heiß diskutiert, wie Hainer weiß. Der Präsident stellte zwar nochmal klar, dass die Haltung des Vereins klar pro Impfung sei, aber "es ist nicht in Ordnung, unseren Joshua Kimmich öffentlich an den Pranger zu stellen", sagt das Klub-Oberhaupt: "Wir stehen zu unseren Spielern und stellen uns schützend vor sie."

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Georg Holzner

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