Bundesliga

Hahn & Co.: Die zweite Reihe macht jetzt Druck

Fazit des Trainingslagers von Borussia Mönchengladbach

Hahn & Co.: Die zweite Reihe macht jetzt Druck

Der erhoffte Stabilisator Timothee Kolodziejczak und "Herausforderer" Andre Hahn.

Der erhoffte Stabilisator Timothee Kolodziejczak und "Herausforderer" Andre Hahn. imago

Aus dem Gladbacher Trainingslager in Marbella berichtete Jan Lustig

Spielersteckbrief Kolodziejczak
Kolodziejczak

Kolodziejczak Timothee

Bundesliga - 17. Spieltag
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Viele Spieler aus der zweiten Reihe unter Hecking-Vorgänger Andre Schubert nutzten die Chance, ihre Ausgangslage zu verbessern. Nico Schulz auf dem linken Flügel übt Druck auf Routinier Oscar Wendt aus. Rechts spielt sich Andre Hahn, unter Schubert noch Ersatz für die Sturmspitze, in den Vordergrund und darf auf einen Startplatz hoffen. Josip Drmic, der das Jahr 2016 aufgrund der schweren Verletzung (Knorpelschaden im Knie) fast komplett abhaken musste, kommt immer besser in Fahrt. Hecking freut sich über den brodelnden Konkurrenzkampf, will noch keine Tendenzen für einzelne Positionen verraten. „Den Druck, das sich niemand zu sicher zu sein kann, will ich haben.“ Raus aus dem Konkurrenzkampf dürfte vorerst Nico Elvedi sein. Der Verteidiger verletzte sich bei der letzten Einheit vor dem Abflug nach Spanien am Becken und verpasste das Trainingslager. Sein Stammplatz in der Abwehrkette ist erstmal futsch. Der Pechvogel ist der Verlierer.

Wer kommt noch? Wer soll gehen?

Mit Timothee Kolodziejczak (25, FC Sevilla) glauben die Borussen den richtigen Mann zum Stabilisieren der Defensive gefunden zu haben. 7,5 Millionen Euro wurden in den Verteidiger investiert. „Kolo“ deutete bereits an, dass er eine Verstärkung sein kann. Weitere Verpflichtungen sind mit Blick auf die bevorstehende Rückkehr einiger Langzeitverletzter nicht vorgesehen. Branchenüblich behält Sportdirektor Max Eberl aber den Markt im Auge, um sich gegebenenfalls keine günstige Gelegenheit entgehen zu lassen. Auch auf der Abgangsseite bleibt es zunächst einmal ruhig. Kein Spieler hat bisher einen Wechselwunsch geäußert, keiner muss aus Klubsicht weg.

Gibt es Verletzte?

Im Trainingslager selbst zog sich Youngster Mamadou Doucouré eine Muskelverletzung zu. Die anderen Verletzten absolvierten in Gladbach ihr Aufbauprogramm. Fabian Johnson (Achillessehnenprobleme) steht vor der Rückkehr ins Teamtraining, Patrick Herrmann (mehrfacher Bänderriss), Ibrahima Traoré (Aufbautraining nach Sehnenabriss) brauchen noch etwas länger, Elvedis Beckenverletzung wird weiter untersucht. Länger pausieren muss Marvin Schulz (Leiste).

Hat sich jemand überraschend in den Vordergrund gespielt?

Den Überraschungs-Überflieger gibt es nicht, aber aus der Reihe der Nachwuchsleute hat sich besonders Mittelfeldtalent Laszlo Benes in Szene gesetzt. Lob gab es von Hecking für alle mitgereisten Youngster.

Wie ist die Stimmung nach dem Trainingslager?

Neue Impulse und eine Aufbruchstimmung – was sich die Klub-Bosse vom Trainerwechsel erhofften, ging in Erfüllung. Die Chemie zwischen Hecking und der Mannschaft stimmt, die Spieler hauen sich voll rein. "Es ist wieder Zug drin", lobt Christoph Kramer. Hecking zum Abschluss des Trainingslagers: "Es ist vieles gut gelaufen in Marbella. Ich bin davon überzeugt, dass wir zusammen erfolgreich arbeiten können."

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