WM

WM-Qualifikation: Vorkommnisse in England und Albanien

WM-Qualifikationsspiel in Tirana lange unterbrochen - FIFA eröffnet Verfahren

Hässliche Vorkommnisse bei England-Ungarn und Albanien-Polen

Kein schöner Anblick: Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und ungarischen Fans in Wembley (li.) - Sich schützende polnische Spieler in Tirana.

Kein schöner Anblick: Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und ungarischen Fans in Wembley (li.) - Sich schützende polnische Spieler in Tirana.

Lange Zeit verlief die Partie zwischen Albanien und Polen (1:0) am Dienstagabend ohne Zwischenfälle. Zu unschönen Szenen kam es aber im Anschluss an den Führungstreffer der Polen durch Karol Swiderski in der 77. Minute: Aus dem albanischen Fanblock wurden die jubelnden Gästespieler von einigen Zuschauern mit Gegenständen beworfen. Einige polnische Spieler sollen unter anderem von Flaschen und Feuerzeugen getroffen worden sein.

Der französische Schiedsrichter Clement Turpin unterbrach daraufhin die Partie, beide Mannschaften sowie Offizielle gingen in die Katakomben. Erst nach über 20 Minuten Pause erschienen die Teams wieder, Turpin setzte die Begegnung daraufhin fort. In der restlichen Spielzeit kam es weder auf dem Platz noch auf den Rängen zu weiteren Vorkommnissen.

Ungarische Fans und britische Polizei geraten aneinander

Beim 1:1 zwischen England und Ungarn sorgten - wieder einmal - einzelne ungarische Anhänger für Ärger. Bereits vor Anpfiff wurden die englischen Spieler beim Kniefall lautstark ausgebuht, zudem wurde aus Protest ein Banner präsentiert. Kurz nach Spielbeginn sollen laut einem Bericht der BBC dann Beamte der britischen Polizei den ungarischen Fanblock betreten haben, um nach einem rassistischen Vorfall einen Zuschauer zu verhaften. Dabei sei es dann zu Zusammenstößen gekommen, die Sicherheitskräfte mussten von ihren Schlagstöcken Gebrauch machen, um der Situation Herr zu werden.

Bereits im Hinspiel im September in Budapest waren englische Spieler rassistisch beleidigt worden, zudem wurden auch Gegenstände auf das Spielfeld geworfen.

FIFA verurteilt Vorkommnisse und wird tätig

Die FIFA verurteilte die Vorkommnisse in England und Albanien am Mittwoch "auf das Schärfste" und eröffnete Disziplinarverfahren, wie er am Mittwochabend bestätigte. "Die FIFA weist darauf hin, dass sie jegliche Form von Gewalt, Diskriminierung oder Missbrauch entschieden ablehnt. Die FIFA hat eine ganz klare Null-Toleranz-Haltung gegenüber solch abscheulichem Verhalten im Fußball", teilte der Weltverband mit.

jer

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