2. Bundesliga

HSV-Verteidiger Hadzikadunic: "So habe ich noch nie gespielt"

Der neue HSV-Verteidiger und seine erste Begegnung mit Walters Stil

Hadzikadunic: "So habe ich noch nie gespielt"

Hamburgs neuer Innenverteidiger Dennis Hadzikadunic zeigt sich flexibel.

Hamburgs neuer Innenverteidiger Dennis Hadzikadunic zeigt sich flexibel. IMAGO/Bildbyran

An die zentralen Abwehrspieler sind die Anforderungen von Hamburgs Trainer besonders hoch, weil er konsequent den mutigen Aufbau durch das Zentrum einfordert. Der im schwedischen Malmö geborene Bosnier Dennis Hadzikadunic wurde vor seiner Unterschrift unter den Einjahres-Vertrag - so lange kann er seinen Kontrakt beim russischen Erstligisten FK Rostow aufgrund des Krieges aussetzen - an der Elbe darauf vorbereitet, überrascht war er nach dem ersten Praxistest dennoch. Als er zur Vertragsunterschrift im Volksparkstadion war, hatte ihm Sportdirektor Claus Costa Videosequenzen des HSV-Stils vorgespielt, "und ich habe gedacht: Okay. Aber als ich dann im Trainingslager angekommen bin und erstmals auf dem Platz stand, habe ich gedacht: Sollen wir so wirklich spielen?"

Das zuletzt fehlende Stoppschild

Was Hadzikadunic in einer Presserunde während des Trainingslagers im österreichischen Kitzbühel launig erzählt, ist in Hamburg und in der Liga schon länger ein viel diskutiertes Thema: Walters Fußball ist spektakulär, war seit der Dopingsperre gegen Mario Vuskovic in der ersten Hälfte dieses Kalenderjahres aber vermehrt anfällig. Hadzikadunic soll mit seiner Zweikampfstärke und Härte das zuletzt fehlende Stoppschild sein und sagt nach drei Tagen mit Team und Trainer: "Ich gewöhne mich bereits an die Spielweise. Ich bin ein Spielertyp, der sich an jedes System und an jedes Team anpasst."

"Ich kenne meine Qualitäten und bin hier, um sie zu zeigen"

Anpassungsfähigkeit und Bereitschaft ist neben der nötigen Qualität mit und gegen den Ball ein entscheidender Faktor für Walters Art von Fußball. Und der neue Hoffnungsträger versichert, die entscheidenden Tugenden mitzubringen. "So wie hier", erklärt Hadzikadunic, "habe ich vorher noch nie gespielt. Es ist aber auch nicht das erste Mal, und es wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich meinen Spielstil ändern muss." Der bosnische Nationalverteidiger gibt sich überzeugt, dass auch mit einem für ihn neuen Stil eine Erfolgsgeschichte möglich ist: "Ich kenne meine Qualitäten und bin hier, um sie zu zeigen. Ich möchte der Mannschaft helfen und aufsteigen."

Sebastian Wolff

Meister der ruhigen Kugel: Die besten Freistoßschützen seit 2013