Bundesliga

Zweimal 90 Minuten: Freiburg mit Doppeltest gegen Straßburg

Torhüter Flekken fehlt bei Generalprobe wegen muskulärer Probleme

"Habe vieles gesehen, was gut war": Freiburg mit Doppeltest in Straßburg

Den ersten Test hatten die Straßburger gewonnen, ehe Dominique Heintz (li.) und der SC Freiburg die zweite Partie gegen den RCS mit 2:1 für sich entschieden.

Den ersten Test hatten die Straßburger gewonnen, ehe Dominique Heintz (li.) und der SC Freiburg die zweite Partie gegen den RCS mit 2:1 für sich entschieden. imago images/PanoramiC

Straßburgs neuer Trainer Julien Stephan hatte vor dem Doppel-Test angekündigt, im ersten Spiel gegen den SC Freiburg eine Elf auf den Platz zu schicken, die so auch im ersten Ligaspiel gut eine Woche später gegen SCO Angers auflaufen könnte. Und auch bei den Freiburgern könnte die Startformation so durchaus im DFB-Pokal oder beim Bundesligastart in Bielefeld aussehen. Allerdings fehlte überraschend Torwart Mark Flekken, der muskuläre Probleme hat, in der kommenden Woche aber wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren soll. "Eine Vorsichtsmaßnahme", erklärte SC-Trainer Christian Streich.

Freiburg vergibt Chancen - ein Straßburger Rückkehrer trifft

Nach einer Viertelstunde, in der es zwar intensiv zur Sache ging, sich aber kein Team Torchancen erspielen konnte, versuchte es Jonathan Schmid (18.) vergeblich aus der Distanz. Die Freiburger waren präsent in den Zweikämpfen, hatten mehrere Balleroberungen, doch danach mangelte es an der Passgenauigkeit. Sie ließen jedoch auch zwei gute Möglichkeiten aus, in Führung zu gehen. Nach einer Hereingabe von Kapitän Christian Günter (27.) verpasste Ermedin Demirovic den Ball und Lucas Höler war darüber wohl so überrascht, dass er ihn am Pfosten vorbei stocherte. Vertauschte Rollen gab es bei der zweiten Großchance: Linksaußen Vincenzo Grifo legte auf für Linksverteidiger Günter (35.), der im Strafraum aus kurzer Distanz weit über das Tor schoss.

Nach einem Ballverlust im Mittelfeld kassierten die Freiburger dann das erste Gegentor. Als sie noch einen Freistoß für sich reklamierten und in der Defensive ungeordnet waren, wurde Kevin Gameiro (39.) mit einem Steilpass bedient und blieb allein vor Torhüter Benjamin Uphoff cool, verwandelte in die obere Ecke. Der 34-jährige Stürmer, der nach 13 Jahren vom FC Valencia ablösefrei zu seinem Ausbildungsverein zurück gewechselt war, wurde von den rund 10.000 Zuschauern im Mainau-Stadion frenetisch bejubelt.

In der zweiten Hälfte legte Majeed Waris (64.) für die Franzosen zum 2:0 nach. Uphoff konnte den Schuss des eingewechselten Habib Diallo noch parieren, war beim Nachschuss aber machtlos. Der Sport-Club wirkte anschließend nicht mehr so frisch, kam nach einer Standardsituation aber immerhin noch zu einem Treffer. Nach einer abgewehrten Ecke landete der Ball wieder bei Grifo, nach dessen Flanke Mittelfeldspieler Yannik Keitel (89.) mit dem Kopf erfolgreich war.

Perfekter Start ins zweite Spiel

Im zweiten Spiel hatte es SC-Trainer Christian Streich dann wieder deutlich leichter zu coachen, denn ein Großteil der Zuschauer fand zwei Spiele offenbar doch zu viel des Guten. Und so war gleich zu Beginn im spärlicher besetzten Stadion Freiburger Jubel zu hören, als U-23-Stürmer Guillaume Furrer (3.) nach einem Zuspiel von Verteidiger Kiliann Sildillia das frühe Führungstor erzielte. Beim Sport-Club gehörten jedoch außer den Nachwuchskräften, zu denen auch der 18-jährige Verteidiger Max Rosenfelder zählte, auch einige Spieler mit Startelfpotenzial zur Mannschaft.

Diese hatten kurz vor der Pause auch die besten Chancen der Freiburger nachzulegen. Roland Sallai (44.) konnte sie aber genauso wenig nutzen wie Woo-Yeong Jeong (44.) nach einer Kombination über Baptiste Santamaria und Lukas Kübler über die rechte Seite. Zuvor hatte Mehdi Chahiri (29.) für Straßburg ausgeglichen, als Noah Weißhaupt an einen langen Ball zwar gerade noch mit dem Kopf dran kam, er aber trotzdem zu Chahiri durchrutschte, der allein vor Torwart Noah Atubolu in die lange Ecke abschloss. Nach der Pause scheiterten Sallai und Jeong (53.) kurz nacheinander am Racing-Keeper, und in der Schlussphase vergab der kurz zuvor eingewechselte Kevin Schade (83.) zunächst den Siegtreffer. Der gelang Dominique Heintz (88.) mit einem sicher verwandelten Elfmeter nach einem Foul an Santamaria.

"Ich habe vieles gesehen, was gut war gegen einen starken Gegner, besonders im ersten Spiel. Aber die letzte Torgefahr ist uns abgegangen, obwohl wir oft gut Richtung Grundlinie gekommen sind. In der zweiten Halbzeit waren wir dann überlegen, aber haben das 0:2 gekriegt", sagte Trainer Christian Streich. "Im zweiten Spiel haben wir gut angefangen, dann wurden wir zu unsauber und unklar, und in der zweiten Halbzeit war es wieder wesentlich besser." Insgesamt hielt er den Doppel-Test für gelungen, "weil viele Jungs 90 Minuten spielen konnten".

SC Freiburg A: Uphoff - Gulde, Lienhart, N. Schlotterbeck - Schmid, Keitel, Höfler, Günter - Höler, Demirovic, Grifo

Racing Straßburg A: Sels - Perrin (73. Senaya), Sissoko, Djiku, Fila - Waris, Bellegarde, Lienard, Thomasson (86. Chahiri) - Ajorque, Gameiro (57. Diallo)

SC Freiburg B: Atubolu - Sildillia, Rosenfelder (62. Engel), Heintz - Kübler, Santamaria, Haberer, Weißhaupt - Sallai (79. Schade), Furrer (81. Bazdrigiannis), Jeong

Racing Straßburg B: Kawashimi - Senaya (70. Kaba), Elimbi, Siby, Zemzemi - Lebeau, Prcic, Diarra, Chahiri - Ahmed, Diallo (70. Suso)

Daniela Frahm

Die Bundesliga-Trikots für die Saison 2021/22