2. Bundesliga

"Habe ich noch nicht erlebt": Für Forte wird es früh ungemütlich

Dritte Niederlage im dritten Ligaspiel für Bielefeld

"Habe ich noch nicht erlebt": Für Forte wird es früh ungemütlich

Holte noch keine Punkte in der Liga mit Bielefeld: Uli Forte

Holte noch keine Punkte in der Liga mit Bielefeld: Uli Forte IMAGO/foto2press

"In der ersten Hälfte sind wir gar nicht reingekommen, Rostock war einfach besser. Wir haben schon eine gewisse Qualität, aber wir müssen es auch vom Kopf richtig angehen. Es gab viele Kopfballduelle, wir waren meistens zweiter Sieger und waren einfach nicht da", haderte Bastian Oczipka nach der Partie bei "Sky" mit den ersten 45 Minuten. Und Oliver Hüsing stimmte mit ein: "Die erste Halbzeit ist schwer zu erklären. Ein Grund ist sicher, dass die Mannschaft nicht vor Selbstvertrauen strotzt. Wie es geht, haben wir dann in der zweiten Halbzeit gezeigt." 

Dazu brauchte es aber neben der Ansprache des Trainers auch einige Worte aus der Mannschaft. "Da ist schon das eine oder andere Wort untereinander gefallen, das war absolut nicht unser Anspruch, wie wir in der ersten Hälfte aufgetreten sind", berichtete Oczipka. Nach dem Pausenrückstand glich Bielefeld schnell nach der Pause durch Janni Serra aus. Kurz vor dem Ende waren die Arminen nach einem Standard allerdings nicht aufmerksam und fingen sich noch das 1:2

"Prinzipiell war die Leistung verbessert im Vergleich zum Regensburg-Spiel (0:3-Heimniederlage), da waren wir unterirdisch", eröffnete Coach Uli Forte sein Fazit. "Leider haben wir uns durch einen Fehlpass das erste Tor selbst reingelegt. Nach der Pause waren wir gut im Spiel und machen verdient den Ausgleich. Dann waren wir drin im Spiel, waren aber zu wenig konsequent vor dem Tor und beim letzten Pass." 

Dritte Niederlage im dritten Ligaspiel

Für den Absteiger aus Bielefeld war es die dritte Niederlage im dritten Ligaspiel. Es wird also früh ungemütlich. Auch für den neuen Trainer, der sich sein erstes Engagement in Deutschland natürlich ganz anders vorgestellt hat. "Das ist eine Scheiß-Situation. Ich lebe immer noch meinen Traum, aber ich habe mir nie erträumt, dass es so laufen wird. Noch nie in meiner Laufbahn habe ich es erlebt, mit drei Spielen ohne Punkt zu starten, das ist brutal hart", so Forte, der aber natürlich weiterkämpfen wird: "Ich habe mich für diesen Schritt entschieden, ich muss da mit Haut und Haaren durch."

Weiter geht es am nächsten Samstag - und die Aufgabe hat es in sich: Es geht gegen Aufstiegsfavorit HSV. "Wir werden gleich im nächsten Spiel versuchen, den verdammten Bock umzustoßen", fordert Forte.

mst

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