Bundesliga

BVB: Haaland fühlt sich von Dortmund unter Druck gesetzt

Geschäftsführer Watzke hat bereits reagiert

Haaland fühlt sich vom BVB unter Druck gesetzt: "Muss mich bald entscheiden"

Hat sich nach langer Zeit selbst über die Spekulationen um seine Person zu Wort gemeldet: Erling Haaland.

Hat sich nach langer Zeit selbst über die Spekulationen um seine Person zu Wort gemeldet: Erling Haaland. imago images/Kirchner-Media

Seit vielen Wochen ist die Zukunft von Erling Haaland abseits des Feldes das bestimmende Thema beim BVB: Bleibt der Norweger über den Sommer hinaus? Oder verlängert der Norweger sogar seinen eigentlich bis 30. Juni 2024 laufenden Vertrag?

Haaland selbst ist in all der Zeit sehr ruhig geblieben, doch nach dem klaren 5:1-Sieg über Freiburg am Freitagabend, bei die Dortmunder Torfabrik nach zuletzt zwei Ligaspielen ohne Treffer direkt wieder einen Doppelpack geschnürt hatte, sprach er im Interview mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi Jan Aage Fjörtoft beim norwegischen Streaming-Sender "Viaplay Fotball" über seine Situation.

"Ich will eigentlich nur Fußball spielen, aber das kann ich nicht"

"Der Verein hat angefangen, Druck auf mich auszuüben, eine Entscheidung zu treffen", erklärte Haaland. "Aber ich möchte eigentlich nur Fußball spielen." Er habe "das letzte halbe Jahr aus Respekt vor Dortmund nichts gesagt", ergänzte er nach seinen Bundesliga-Toren 54 und 55 in 56 Einsätzen. Eine Entscheidung soll nun zeitnah anstehen: "Das will der Verein - und es bedeutet, dass nun Dinge passieren werden."

Haaland, der mit seinem 4:1 an diesem Spieltag das 2000. Bundesliga-Heimtor der Schwarz-Gelben erzielt hat (nur Bayern hat mit 2629 mehr), kann den amtierenden DFB-Pokalsieger im Sommer trotz eines bestehenden Vertrags bis 2024 über eine Ausstiegsoption verlassen. Und die BVB-Verantwortlichen haben zuletzt immer wieder betont, dass sie sich mit Haaland und dessen Umfeld bald zusammensetzen wollen, um die Zukunft des Sturmjuwels zu klären.

Der Spieler selbst wolle sich eigentlich "auf den Fußball konzentrieren, weil ich das am besten kann, wenn ich keine anderen Gedanken im Kopf habe. Jetzt machen sie Druck, dass die Sache jetzt in Gang gesetzt wird". Dabei würde der Norweger eine Entscheidung am liebsten noch aufschieben: "Wir sind in einer harten Phase mit vielen Spielen, ich will eigentlich nur Fußball spielen, aber das kann ich nicht."

Watzke: "Wir können nicht bis Ende Mai warten"

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat auf das Interview von Haaland inzwischen bereits reagiert. "Er ist ein spontaner Mensch, ein junger Bursche. Er darf das. Es gibt mit Erling kein Problem", so der 62-jährige BVB-Boss gegenüber den "Ruhr Nachrichten". "Aber er muss auch Verständnis für unsere Situation haben. Wir können nicht bis Ende Mai warten."

mag/Patrick Kleinmann

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - SC Freiburg