Eishockey

Gutes Omen für den DEB? Olympia erneut ohne NHL-Profis

Erinnerungen an Silber-Coup von 2018 werden wach

Gutes Omen für den DEB? Olympia erneut ohne NHL-Profis

Darf nicht zu den Spielen nach Peking: Leon Draisaitl.

Darf nicht zu den Spielen nach Peking: Leon Draisaitl. Getty Images

Wie schon in Pyeongchang 2018 werden auch bei den Spielen in Peking keine Profis aus der NHL auflaufen. Das gaben die NHL und die Spielergewerkschaft NHLPA am Mittwoch wie erwartet bekannt.

"Wir haben so lange wie möglich mit dieser Entscheidung gewartet und alle verfügbaren Optionen geprüft, um unseren Spielern die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen zu ermöglichen", sagte NHL-Boss Gary Bettman. "Angesichts der tiefgreifenden Unterbrechung des Hauptrundenspielplans durch die jüngsten Ereignisse in Zusammenhang mit Corona ist eine Olympiateilnahme leider nicht mehr möglich."

Die NHL will die Zeit im Februar nutzen, um abgesagte Spiele nachzuholen. Bislang wurden bereits 50 Partien wegen Coronafällen abgesagt.

Olympia-Traum platzt für Draisaitl und Co.

Der Olympia-Traum der deutschen Nationalspieler Leon Draisaitl (Edmonton Oilers), Philipp Grubauer (Seattle Kraken), Moritz Seider (Detroit Red Wings) und Tim Stützle (Ottawa Senators) ist damit ebenso geplatzt wie die Hoffnung des Augsburgers Nico Sturm (Minnesota Wild) auf ein Debüt im Nationaltrikot.

Erinnerungen an 2018

Diese Aussicht weckt allerdings Erinnerungen an 2018: Auch in Südkorea war die NHL nicht dabei - mit dem bekannten silbernen Happy End für die deutsche Mannschaft. Der damalige Bundestrainer Marco Sturm glaubt deshalb: "Gerade ohne die NHL-Spieler wäre wieder alles möglich."

Bundestrainer Toni Söderholm betont: "Auch mit der NHL hätte ich Möglichkeiten für uns gesehen. Jetzt kann mehr passieren." Über Vor- oder Nachteile will er nicht nachdenken: "Egal, wer spielt, wir haben großes Selbstvertrauen. Wir haben genügend Qualität, die in Europa spielt."

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