Bundesliga

Gute Stimmung beim Streich-Team - mit kleiner Sorge

Fazit des Trainingslagers des SC Freiburg

Gute Stimmung beim Streich-Team - mit kleiner Sorge

Überwiegend gute Stimmung bei seinem Team: Christian Streich (vorne) bei Freiburgs Test gegen Sparta Prag.

Überwiegend gute Stimmung bei seinem Team: Christian Streich (vorne) bei Freiburgs Test gegen Sparta Prag. imago

Aus Freiburgs Trainingslager in Sotogrande/Spanien berichtete Carsten Schröter

Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer?

Als Verlierer dürfte sich am ehesten Amir Abrashi fühlen. Der albanische Nationalspieler wollte mit aller Macht seinen am Jahresende verloren gegangenen Platz in der ersten Elf zurückerobern. Im ersten Testspiel gegen den FC Vaduz (3:1) dann der frühe Rückschlag. Sprunggelenkverletzung nach einem Foul - Abrashi musste das Trainingslager am Montag abbrechen, flog zu weiteren Untersuchungen in die Heimat. Dort folgte immerhin Entwarnung. Es handelt sich um keine gravierende Blessur, der 26-Jährige kann voraussichtlich Anfang der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Einen Startelfplatz gegen die Bayern kann er sich durch die Trainingsunterbrechung aller Wahrscheinlichkeit nach aber trotzdem abschminken.

Spielersteckbrief Abrashi
Abrashi

Abrashi Amir

Spielersteckbrief Kübler
Kübler

Kübler Lukas

Spielersteckbrief Hufnagel
Hufnagel

Hufnagel Lucas

Spielersteckbrief Möller Daehli
Möller Daehli

Möller Daehli Mats

Spielersteckbrief Kempf
Kempf

Kempf Marc Oliver

Spielersteckbrief Niedermeier
Niedermeier

Niedermeier Georg

Spielersteckbrief Höfler
Höfler

Höfler Nicolas

Spielersteckbrief Söyüncü
Söyüncü

Söyüncü Caglar

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Spielersteckbrief Philipp
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Philipp Maximilian

Spielersteckbrief Torrejon
Torrejon

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Weiß-Rot

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Am vorletzten Tag des Wintercamps musste Lukas Kübler eine Schrecksekunde überstehen. Gegen Sparta Prag (0:0) bekam er einen Schlag ab, musste kurz behandelt werden. Danach spielte der Rechtsverteidiger jedoch mit Energie und Dynamik weiter. Nach zwei Jahren - damals noch in Diensten des SV Sandhausen - konnte der 24-Jährige wieder ein komplettes Trainingslager absolvieren. Durch seine langwierige Knieverletzung (über ein Jahr Pause) feierte Kübler erst im Dezember 2016 sein Pflichtspieldebüt für den SC (seit Sommer 2015 im Klub). Im Jahresfinale gegen Ingolstadt musste er nach drei Startelfeinsätzen in Serie wegen muskulärer Probleme zwar passen, ist gegen die Bayern mit seinem Tempo und seiner Defensivstärke aber wieder eine echte Option. Auch wenn er am Donnerstag noch in der vermeintlichen B-Elf spielte - Kübler ist ein Gewinner des Trainingslagers.

Wer kommt noch? Wer soll gehen?

Nur einen schnellen, dynamischen offensiven Bahnspieler würde der SC in diesem Winter noch in sein funktionierendes Kollektiv aufnehmen. Aktuell scheint allerdings noch kein passender Akteur gefunden. Lucas Hufnagel und Mats Möller Daehli kommen weiterhin für eine Ausleihe in Frage. Obwohl sie beide in Spanien einen guten Eindruck hinterließen, sind die Aussichten auf regelmäßige Spielpraxis wegen der starken Konkurrenz weiterhin gering.

Gibt es Verletzte?

Neben Abrashi können die Rekonvaleszenten Marc-Oliver Kempf (nach Meniskus-OP) und Georg Niedermeier (nach Problemen am unteren Rücken) derzeit noch nicht voll belastet werden. Beide nahmen nach langer Ausfallzeit jedoch teilweise wieder am Mannschaftstraining teil. Am Donnerstagabend kam dann allerdings noch eine frische Sorgenquelle hinzu. Während sich Nicolas Höfler wegen leichten Wadenproblemen gegen Brügge (1:3) vorzeitig auswechseln ließ und hinterher Entwarnung gab, lief Caglar Söyüncü in unrundem Gang zum Mannschaftsbus. Der 20-Jährige hatte gegen den belgischen Meister 90 Minuten abgespult, klagte anschließend jedoch über Adduktorenbeschwerden. Ein MRT soll am Montag Klarheit bringen.

Caglar Söyüncü

Klagt über Adduktorenprobleme: Caglar Söyüncü. imago

Hat sich jemand überraschend in den Vordergrund gespielt?

Nein, vielmehr wurden die bisherigen Tendenzen bestätigt. So knüpfte etwa Janik Haberer nahtlos an seine gute Form zum Ende 2016 an, Maximilian Philipp ist nach seiner Sprunggelenkverletzung auf direktem Weg zurück zu alter Stärke. Insgesamt wäre es nicht verwunderlich, wenn gegen den Rekordmeister dieselben elf Profis auflaufen, die am 16. Spieltag beim 2:1 in Ingolstadt begannen.

Wie ist die Stimmung nach dem Trainingslager?

Sehr positiv. Der besondere Geist im Streich-Team ist stets spürbar. Die SC-Profis pflegen einen angenehm unkomplizierten, respektvollen und freundlichen Umgang - untereinander und nach außen. Die Mannschaft tritt bis zu Spieler Nummer 28 als echte Einheit auf, hielt in den Trainingseinheiten das Niveau hoch. Trotz zweier Niederlagen und einem Remis gab es auch in den Testspielen viele positive Ansätze - in der Defensive gilt es dafür weiterhin an Stabilität zuzulegen. Sportvorstand Jochen Saier sprach am Donnerstagabend von "einem echt guten Trainingslager". Da wusste er aber noch nichts von Söyüncüs Blessur. Sollte dieser ausfallen, steht der erfahrene Marc Torrejon als Vertreter im Abwehrzentrum bereit.

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