Bundesliga

"Gut im Spiel": Startelf-Debütant Voglsammer erreicht erstes Ziel

Stürmer wurde von Union-Trainer Fischer gegen Ex-Klub belohnt

"Gut im Spiel": Startelf-Debütant Voglsammer erreicht erstes Ziel

Erstmals in der Startelf der Köpenicker: Union-Stürmer Andreas Voglsammer.

Erstmals in der Startelf der Köpenicker: Union-Stürmer Andreas Voglsammer. imago images/Contrast

Voglsammer durfte nämlich gegen seinen ehemaligen Klub, von dem er im Sommer ablösefrei zu Union gekommen war, erstmals in einem Ligaspiel von Beginn an für seinen neuen Arbeitgeber auflaufen. Das war ihm zuvor nur im Erstrunden-Match des DFB-Pokals bei Türkgücü München (1:0) vergönnt gewesen.

Startelf-Chance kam schneller als gedacht

"Für mich heißt es dran bleiben, weiter arbeiten, vielleicht noch härter arbeiten und darauf warten, dass ich die Chance bekomme", hatte Voglsammer in der vergangenen Woche gesagt, und schneller als gedacht kam sie, die Startelf-Chance. 66 Minuten dauerte der erste Liga-Startelf-Auftritt des bulligen Angreifers (1,77 Meter, 85 Kilo) im Union-Dress, der 29-Jährige arbeitete diszipliniert gegen den Ball und bemühte sich auch aufrichtig um Akzente in der Offensive.

Gute Werte trotz geringer Torgefahr

Doch in seinem Kerngeschäft als Stürmer konnte der Blondschopf gegen Bielefeld keine nennenswerten Spuren hinterlassen. Immerhin war Voglsammer wehrhaft und gewann 67 Prozent seiner Zweikämpfe - ein guter Wert für einen Stürmer. Auch bei der Spielfortsetzung war der Angreifer mit 76 Prozent Passquote auf Ballhöhe.

Sein direkter Vorgesetzter war jedenfalls mit dem Startelf-Debüt des Stürmers einverstanden. "So lange die Kraft gereicht hat, war Andreas gut im Spiel", sagte Trainer Urs Fischer. Voglsammer habe den Gegner immer wieder bei dessen Spielaufbau gestört, so der Coach, "ich empfand es als gutes Spiel". Der Stürmer selbst sprach von "einem schönen Gefühl. Man spielt dafür Fußball, dass man von Beginn an aufläuft. Dafür arbeite ich täglich."

So lange die Kraft gereicht hat, war Andreas gut im Spiel.

Urs Fischer

Dass seine Mannschaft gegen seine ehemaligen Kollegen so lange um den Sieg ringen musste, hatte Voglsammer erwartet. Das Rezept, wie es sich Union hätte leichter machen können, hatte Voglsammer auch: "Wir hätten in der ersten Halbzeit ein, zwei Dinger machen müssen."

Fischers Joker stechen

Unions Matchwinner Kevin Behrens kommt für Andreas Voglsammer

Unions Matchwinner Kevin Behrens kommt für Andreas Voglsammer imago images/Matthias Koch

Dass es am Ende dennoch zum zweiten Saisonerfolg reichte, lag zum einen daran, dass Union nach einer 15-minütigen Schwächephase ab der 65. Minute wieder die Kontrolle erlangte. Und dass Joker Kevin Behrens kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer anbrachte - auf Vorlage von Sheraldo Becker, der für Voglsammer gekommen war. "Der Sieg war enorm wichtig, wir wollten unbedingt die drei Punkte holen", sagt der Angreifer. Dass er in der Endphase, als Union den Sieg herbeiführte, nicht mehr auf dem Platz war, dürfte Voglsammer angesichts des glücklichen Ausgangs der Partie verschmerzt haben.

Andreas Hunzinger

Bilder zur Partie 1. FC Union Berlin - Arminia Bielefeld