Bundesliga

Gut für Borussia Mönchengladbach: Der VfB Stuttgart ist Spätstarter ...

Das Ärgernis mit den frühen Gegentoren - Stindl differenziert

Gut für Gladbach: Der VfB ist Spätstarter ...

Kennt die Statistik zu den frühen Gladbacher Gegentoren: Borussen-Kapitän Lars Stindl.

Kennt die Statistik zu den frühen Gladbacher Gegentoren: Borussen-Kapitän Lars Stindl. imago

Schon zum fünften Mal kassierte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking in der Anfangsviertelstunde ein Gegentor. Das ist der Höchstwert unter allen 18 Bundesligaklubs, viermal klingelte es im Berliner und Nürnberger Kasten in den ersten 15 Minuten. Und auch im DFB-Pokal bei der deftigen 0:5-Klatsche gegen Bayer Leverkusen lagen die Fohlen schon nach fünf Minuten zurück.

"Um diese Statistik wissen wir natürlich auch", sagt Stindl, man hätte es nach dem Heimspiel gegen Hannover (0:1-Rückstand nach 22 Sekunden, Endstand 4:1) "nochmal angesprochen". Kein Lerneffekt also, wenn eine Woche später Leipzig nach etwas über zwei Minuten in Führung gehen kann? Stindl sieht es differenziert und will das schnelle Tor von Timo Werner nicht einfach so in die Kategorie Schlafmützigkeit einordnen. "Mit dem Zeitpunkt hat das nichts zu tun", findet Stindl und erklärt: "Vor dem Gegentreffer hätten wir uns in der Stafette, die zum Tor geführt hat, besser anstellen müssen. In der Szene hatten wir mehrfach die Möglichkeit, den Ball zu klären, er ist aber durchgerutscht, und dann hat Timo Werner mit dem ersten Schuss gleich das Tor gemacht."

Stindl: ". . . macht Mut für die kommenden Aufgaben - egal gegen wen"

Dass die Blitz-Gegentreffer ein riesengroßes Handicap für den weiteren Spielverlauf darstellen und es - wie gegen Hannover - nicht immer gelingen kann, den Rückstand zu drehen, wissen die Borussen selbst. Trotzdem nimmt Stindl aus der Niederlage in Leipzig auch positive Erkenntnisse mit. "Wir haben uns gut zurückgekämpft und sind immer mehr in den Rhythmus gekommen. Wir hatten dann auch gute Ballbesitzphasen und haben uns Chancen auf den Ausgleich erspielt", so Stindl. "Dass wir gegen so eine starke Mannschaft wie Leipzig dagegenhalten und phasenweise unseren Fußball durchbringen konnten, macht Mut für die kommenden Aufgaben - egal gegen wen."

Als Nächstes wartet der VfB Stuttgart. Gut für Gladbach: Die Schwaben sind Spätstarter und haben in dieser Saison noch kein Tor in der Anfangsviertelstunde erzielt . . .

Jan Lustig