Bundesliga

Wolfsburgs Guilavogui in neuer Rolle: Leader, Verteidiger, Torjäger

Wolfsburgs Kapitän gefällt in neuer Rolle - hinten wie vorne

Guilavogui: Leader, Verteidiger, Torjäger

Josuha Guilavogui

Josuha Guilavogui zeigt beim VfL Wolfsburg, wo es derzeit langgeht. imago images

Der Kapitän geht voran. Wenn schon nichts aus dem Spiel geht, dann muss eben eine Standardsituation zum Erfolg führen. Josuha Guilavogui, in seiner Karriere bislang alles andere als ein Torjäger gewesen, ist dann mittendrin im Getümmel. So auch am Donnerstagabend gegen den unangenehmen Gegner aus der Ukraine. Ecke Admir Mehmedi, Kopfballverlängerung Renato Steffen, Guilavogui drückte den Ball zur wichtigen Führung ins Netz. Eine einstudierte Variante. "Wir haben es geübt im Training", verrät der Torschütze.

Guilavogui trifft, und das bereits zum zweiten Mal in dieser Saison. Schon im Pokal gegen Union Fürstenwalde (4:1) war der Franzose nach einem Eckball erfolgreich, zudem traf Maxence Lacroix, sein Partner in der Wolfsburger Innenverteidigung, zuletzt beim 4:0 gegen FK Kukesi. Die VfL-Abwehr als offensive Gefahr - ein Punkt, bei dem in der Tat Verbesserungsbedarf bestand.

Bei Guilavogui jedenfalls läuft es aktuell rund. Der Wolfsburger Leader als Matchwinner in der Europa League, als unverzichtbare Größe der Mannschaft - neben und auf dem Platz. Der 30-Jährige, Lieblingsposition Sechser, funktioniert auch in neuer Rolle als Abwehrboss. Nicht nur mit seinem Treffer, sondern auch als Verteidiger des eigenen Tores. Exemplarisch seine Rettungstat vor der Linie gegen Vladislav Kalitvintsev kurz nach der Pause. "Das war nicht einfach", sagte Guilavogui zum gesamten Spiel. In dem es schließlich der Kapitän richten musste - hinten wie vorne.

Thomas Hiete