Bundesliga

Guerreiro kehrt vorzeitig zum BVB zurück

Portugals spätes Einsehen

Guerreiro kehrt vorzeitig zum BVB zurück

Fehlte bei Borussia Dortmund seit dem Pokalspiel in Gladbach verletzt: Raphael Guerreiro.

Fehlte bei Borussia Dortmund seit dem Pokalspiel in Gladbach verletzt: Raphael Guerreiro. imago images

Als "sinnbefreit" hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc die Nominierung von Raphael Guerreiro für die portugiesische Nationalmannschaft bezeichnet. Der Linksverteidiger habe schließlich seit Wochen weder trainiert noch gespielt. Dass der 27-Jährige nicht fit ist, hat nun auch Portugals Nationaltrainer Fernando Santos eingesehen. Wenn auch reichlich spät.

Der Unmut in Dortmund war groß über den portugiesischen Verband, der für das bevorstehende Länderspiel-Triple gegen Aserbaidschan, Serbien und Luxemburg Raphael Guerreiro eingeladen hatte. Der Linksverteidiger fehlte in den vergangenen Wochen, weil er sich Anfang März im Pokalspiel bei Borussia Mönchengladbach (1:0) eine Muskelverletzung zugezogen hatte. "Es darf nicht sein, dass er dort zum Einsatz kommt, obwohl er uns vorher mehrere Spiele lang nicht zur Verfügung stand", sagte Dortmunds Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl. BVB-Sportdirektor Zorc wurde noch deutlicher und nannte das Vorgehen Portugals "sinnbefreit".

Spielersteckbrief Guerreiro
Guerreiro

Guerreiro Raphael

Anreisen musste Guerreiro trotz des Dortmunder Protestes. Wirklich gelohnt hat sich der Trip für ihn allerdings erwartungsgemäß nicht. Am Dienstag teilte Nationaltrainer Fernando Santos mit, dass Guerreiro nicht fit sei und deshalb nach Dortmund zurückkehre. Die Reise war also für die Katz - was in Pandemie-Zeiten besonders ärgerlich ist.

Noch neun Dortmunder im Länderspiel-Einsatz

Somit reduziert sich die Zahl der Dortmunder, die in dieser Länderspiel-Periode für ihre Nationalmannschaften im Einsatz sind, auf neun. Emre Can ist für das DFB-Team in Einsatz, Youssoufa Moukoko für die deutsche U21. Außerdem auf Reisen sind Thorgan Hazard, Thomas Meunier (beide Belgien), Jude Bellingham (England), Manuel Akanji (Schweiz), Erling Haaland (Norwegen), Thomas Delaney (Dänemark) und Giovanni Reyna (USA).

Matthias Dersch