Bundesliga

Christian Günter kann in Bochum Freiburger Rekordsieger werden

SC-Stürmer Nils Petersen zurück im Mannschaftstraining

Günter kann in Bochum Freiburger Rekordsieger werden

Christian Günter würde mit einem Sieg gegen Bochum an SC-Legende Andreas Zeyer vorbeiziehen.

Christian Günter würde mit einem Sieg gegen Bochum an SC-Legende Andreas Zeyer vorbeiziehen. imago images/Beautiful Sports

Ein Torspektakel ist in Bochum wohl nicht zu erwarten, wenn der SC Freiburg zu Gast ist, denn es trifft die beste Heimdefensive (drei Gegentore) auf beste Auswärtsdefensive (fünf). Zuletzt hatte der Sport-Club zwei Tore in München kassiert, und auch im Heimspiel folgten zwei durch die Frankfurter. Nach zehn Spielen ohne Niederlage mussten sich die Freiburger mit zwei Niederlagen in Folge beschäftigen. "Da kann man schon wieder von einer Krise sprechen", sagte Christian Günter am Rande der Gala der Matthias-Ginter-Stiftung in Freiburg - allerdings mit einem Grinsen. "In München und gegen Frankfurt haben wir viele gute Dinge gemacht, aber im letzten Drittel hat die Genauigkeit gefehlt und es war ein bisschen Pech dabei."

Besonderes Spiel für Günter?

Der SC-Kapitän könnte in Bochum eine weitere Bestmarke aufstellen: Wie Andreas Zeyer hat Günter 79 Siege mit Freiburg gefeiert, und wird mit dem nächsten Dreier alleiniger Rekordsieger der Breisgauer werden. Wichtiger ist ihm aber, dass sein Team an die Serie vor den beiden Niederlagen anknüpft. "Die ersten zehn Spiele lief es herausragend für uns", sagte Günter, "und auch wenn Bochum bis jetzt eine gute Saison spielt, sind wir für diese schwierige Aufgabe gewappnet."

Personell gibt es bei den Freiburgern kaum eine Veränderung zur Vorwoche. Nils Petersen ist nach Knieproblemen zwar wieder im Training, ein Einsatz käme an diesem Wochenende aber noch zu früh. Offensivspieler Roland Sallai könnte nach seiner Einwechslung gegen Frankfurt wieder ein Kandidat für die Startelf sein. Trainer Christian Streich freute sich, dass es für den Ungarn zuletzt "schon wieder für einen Teileinsatz gereicht hat, aber man hat gesehen, dass er länger verletzt war".

Das deutet eher auf eine erneute Jokerrolle hin, und bedeutet für Konkurrent Kevin Schade eine gute Chance, an seinem 20. Geburtstag und wenige Tage nach seiner Vertragsverlängerung zum dritten Mal in dieser Saison zur Startelf zu gehören. "Es ist toll, dass wir die nächsten Jahre in Ruhe mit ihm arbeiten können", kommentierte Streich die Unterschrift des U-21-Nationalspielers, "er kommt aus der Fußballschule, das ist immer was Besonderes."

Was ist mit Schmid?

Vor der Reise ins Ruhrgebiet erklärte der SC-Coach außerdem, dass er nicht vor nächstem Jahr mit Jonathan Schmid plant. Er könne zwar im Dezember wieder Teile des Mannschaftstrainings mitmachen. "Aber wir müssen aufpassen, dass wir ihn angemessen heranführen", sagte Streich. Die Corona-Infektion Ende August habe den 31-Jährigen "körperlich ziemlich in Mitleidenschaft gezogen". Er hofft, dass der Franzose im Januar "wieder eine Option ist, um Fußballspiele zu machen" - dann aber zunächst Freundschaftsspiele oder mit der zweiten Mannschaft. "Erst wenn er die ganz intensiven Sachen wieder voll mitmachen kann, ist er wieder in meinen Überlegungen", stellte Streich klar.

Daniela Frahm