DFB-Pokal

Pokalfinale: Christian Günter erklärt Problem in Überzahl

"Unsere Fans waren heute die Besseren"

Günter erklärt Problem in Überzahl: "Das war im Nachhinein der Fehler"

Fanden am Samstag nicht mehr zusammen: Christian Günter und der DFB-Pokal.

Fanden am Samstag nicht mehr zusammen: Christian Günter und der DFB-Pokal. Getty Images

Im Jahr 2011 hatte er an der Seite von Christian Streich den A-Junioren-Pokal gewonnen, zur Wiederholung im Seniorenbereich reichte es am Samstag nicht für Christian Günter. "Es tut einfach nur weh", sagte der Linksverteidiger im Anschluss im "Sky"-Interview. Besonders, weil der SC-Kapitän die Freiburger Niederlage mit seinem Fehlschuss im Elfmeterschießen eingeleitet hatte. "Es gehen einem viele Gedanken durch den Kopf, manchmal weiß man gar nicht, was man in dem Moment so tut. Wir hätten es so verdient gehabt."

Und damit meinte er nicht nur die Mannschaft. "Wenn man in die Kurve geschaut hat, war es unglaublich, was die Fans abgerissen haben", so Günter weiter. "Sie hätten es verdient gehabt, weil auch sie heute die Besseren waren."

Nach "Drecks-Elfmeter": Freiburgs Kapitän hofft auf "zwei, drei Bier"

Auf dem Platz hatte er seine lange in Überzahl agierende Mannschaft also ebenfalls mit Vorteilen gesehen - sah aber auch Kritikpunkte am Spiel des SC nach dem Platzverweis gegen RB-Verteidiger Marcel Halstenberg. "Wir wollten nicht mehr in die gefährlichen Räume reinspielen, weil wir wussten, dass Leipzig aufs Umschaltspiel lauert", erklärte er. "Dann kriegen wir ein scheiß Tor, das war extrem unglücklich."

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Dennoch war Günter der Meinung, dass "wir es in den 120 Minuten hätten entscheiden müssen. Wir hatten danach noch die Chance, hätten es aber klarer spielen müssen. Wenn man etwas zu verlieren hat, geht einem zu viel durch den Kopf, man will nicht ins letzte Risiko gehen. Das war im Nachhinein der Fehler." Alleine in der Verlängerung trafen die Freiburger dreimal Aluminium.

Letztlich nahm der Kapitän die Schuld für die Finalniederlage aber auch auf seine Schultern. "Ich kann nicht so viel sagen, weil ich hab' den Drecks-Elfmeter verschossen und auch deswegen haben wir verloren. Das tut natürlich weh."

Und wird für das Urgestein, der seinen Heimatverein als Kapitän zum ersten großen Titel hätte führen können, wohl auch noch einige Zeit wehtun. "Heute Abend wird es noch schwer", prophezeite Günter selbst. "Ich hoffe, nach zwei, drei Bier kann ich das irgendwie vergessen."

mib

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