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Gündogans Ärger: "Ich bin angepisst"

DFB-Team weiter sieglos - Löw will im Oktober angreifen

Gündogans Ärger: "Ich bin angepisst"

Ärgerte sich kräftig über das Remis: Ilkay Gündogan.

Ärgerte sich kräftig über das Remis: Ilkay Gündogan. imago images

"Ich bin angepisst. Das geht mir auf den Sack", schimpfte Ilkay Gündogan nach der Partie im ZDF. Was beim Torschützen zur frühen deutschen Führung für Unmut sorgte: "Das darf beim Gegentor nicht passieren auf dem Niveau. Das Spiel kann man eigentlich 2:0 oder 3:0 gewinnen. Wir hätten es eiskalt durchspielen müssen. Ich weiß nicht, ob es eine Qualitätsfrage ist, aber daran müssen wir arbeiten", meinte der Mittelfeldspieler von Manchester City.

Auch Toni Kroos, der Deutschland in den beiden Partien als Kapitän aufs Feld geführt hatte, war nach dem erneuten Remis unzufrieden. "Wenn sechs Punkte zu verteilen sind und man nur zwei holt, dann ist das enttäuschend. Wir können daran arbeiten, dass, wenn der Gegner höher anläuft, wir mehr Lösungen haben müssen. Es waren hinten heraus zu viele Ballverluste", kritisierte der viermalige Champions-League-Sieger. Auch beim Gegner sorgten die zahlreichen Chancen, die die DFB-Elf zuließ, ein wenig für Verwunderung: "Sie waren ein bisschen überraschend nicht so gut wie gewohnt", konstatierte der Schweizer Kapitän Granit Xhaka.

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Löw sieht sich bestätigt und will angreifen

Löw wiederum sah seine Vorahnungen bestätigt. "Wir wussten ja schon vorher, dass es im Moment schwer wird. Das hängt auch mit der Kraft zusammen, die alle Spieler noch nicht voll haben. Wenn man dann das 2:0 nicht macht, das mehr Sicherheit gegeben hätte, lässt man den Gegner wieder ins Spiel. Wir hatten zwei, drei große Möglichkeiten in der ersten Hälfte, wenn wir die machen, bin ich sicher, kommt die Schweiz nicht mehr zurück. Dann haben wir zu viele Bälle verloren und uns hat die Überzeugung gefehlt", analysierte der 60-Jährige.

Als Mutmacher hob Löw indes die Einstellung seiner Auswahl hervor - und richtete den Blick kämpferisch nach vorne: "Die Jungs haben alles gegeben, was zu diesem Zeitpunkt möglich ist - und im Oktober werden wir dann wieder richtig angreifen." Dann geht es am 7. Oktober in Köln zunächst in einem Freundschaftsspiel gegen die Türkei, ehe am 10. Oktober das Auswärtsspiel der Nations League in der Ukraine ansteht - und damit der siebte Anlauf auf einen Sieg in diesem Wettbewerb.

jom

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